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Donnerstag, 17.12.2009

Bürgerliche begrüssen Stopp des Steuerabkommens

Die bürgerlichen Parteien begrüssen es, dass der Bundesrat das Steuerabkommen mit Frankreich auf Eis legen will. Die SP hingegen fordert, die Verhandlungen fortzusetzen.

Was wusste Bundesrat Merz über den Datenklau?

Recherchen von Schweizer Radio DRS zeigen, dass mindestens die Steuerverwaltung, die Finanzminister Hans Rudolf Merz untersteht, über den Fall Bescheid wusste. Damit erstaunt es auch nicht, dass Merz das neue, von ihm selber unterzeichnete Doppelbesteuerungsabkommen mit Frankreich auf Eis legt.

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Katerstimmung zwischen Frankreich und der Schweiz

Zwischen der Schweiz und Frankreich herrscht wegen der Affäre um gestohlene Kundendaten bei der Privatbank HSBC in Genfdiplomatische Katerstimmung. Bern wirft Frankreich vor, es wolle aufgrund gestohlener Daten Rechtshilfe erwirken. Paris seinerseits argwöhnt, die Schweiz wolle verhindern, dass französische Steuersünder in Frankreich zur Rechenschaft gezogen werden.

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Von Inlandredaktor Elmar Plozza

Das Verhalten der französischen Behörden sei inakzeptabel, sagte FDP-Nationalrat Philipp Müller. «Es ist eines Rechtsstaates nicht würdig, dass er gestohlene Daten verwendet im Rahmen eines Steuerverfahrens», so Müller gegenüber Schweizer Radio DRS.

Das könne sich die Schweiz nicht bieten lassen. Deshalb sei es richtig, wenn der Bundesrat jetzt dafür sorge, dass das neue Doppelbesteuerungsabkommen mit Frankreich ausgesetzt werde.

Bürgerliche grundsätzlich unzufrieden
Das findet auch CVP-Ständerat Philipp Stähelin. Ohnehin sei das Abkommen mit Frankreich am weitesten gegangen bezüglich des Datenaustauschs. Deshalb stellen einige bürgerliche Politiker des neue Doppelbesteuerungsabkommen schon länger in Frage.

Dass dessen Ratifizierung jetzt erst einmal gestoppt wird, findet auch SVP-Nationalrat Hans Kaufmann richtig. Er hat aber auch Herve Falciani im Visier, jenen Mann, der die Kundendaten gestohlen und den französischen Behörden übergeben hat.

Der Bundesrat solle in Paris vorstellig werden und «Verhandlungen aufnehmen, dass man diesen Kriminellen ausliefert», so Kaufmann gegenüber Schweizer Radio DRS.

SP kritisiert
Kritik am Verhalten des Bundesrats kommt auf der anderen Seite von SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger-Oberholzer: «Das ist kein Ausdruck von Stärke, sondern ganz klar von Schwäche und auch von Konzeptlosigkeit».

Die Schweiz solle jetzt besser im eigenen Interesse dafür sorgen, dass das Bankgeheimnis nicht mehr für Steuerhinterziehungen missbraucht werde, so die Sozialdemokratin. Auch Leutenegger-Oberholzer ärgert sich, dass Kundendaten der Genfer Privatbank gestohlen wurden. Das sei aber Sache der Justiz und nicht der Politik. (cdm)

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Donnerstag, 17.12.2009

Seit wann wusste Merz vom Datenklau bei HSCB?

Was wusste Finanzminister Merz über den brisanten Datenklau bei der HSBC zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Steuerabkommens mit Frankreich? Recherchen von Schweizer Radio DRS zeigen, sein Departement war im Bild.   Mehr


Letztes Update: Donnerstag, 17.12.2009

Steuerabkommen mit Frankreich auf Eis legen

Frankreichs Vorgehen in der HSBC-Affäre sei inakzeptabel, verlautet aus dem Bundesrat. Er will deshalb der Prozess zur Genehmigung des neuen Doppelbesteuerungsabkommens mit Frankreich aussetzen.   Mehr

Hintergrund: Doppelbesteuerungsabkommen

Wie das Bankgeheimnis ins Wanken geriet

Dossier: Steuerstreit und Bankgeheimnis


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