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Donnerstag, 22.9.2011

Die Berufswahl soll erleichtert werden

Schulabgängern soll die Berufswahl vereinfacht werden. Der Gewerbeverband und die Erziehungsdirektoren lancieren dazu ein Programm, mit dem Schüler die eigenen Fähigkeiten und die Berufsanforderungen vergleichen können.

Warum eine Berufslehre abgebrochen wird

Etwa ein Fünftel der Lehrlinge geben ihre Lehre vorzeitig auf - weil sie den Betrieb wechseln, weil der angestrebte Beruf nicht das Richtige war oder weil sie schulisch überfordert sind. Begegnung mit zwei  Betroffenen.

Beitrag aus Rendez-vous vom Donnerstag, 22.9.2011, 12.30 Uhr, DRS 1, DRS 2, DRS 4 News und DRS Musikwelle

«Anforderungsprofile für die berufliche Grundbildung» - so heisst ein neues, computerbasiertes und interaktives Instrument für die Berufswahl von Schulabgängern. Bis 2012 wollen der Gewerbeverband und die kantonalen Erziehungsdirektoren erste Produkte vorlegen.

Lehrabbrüche verhindern
Mit dem Instrument werden junge Menschen ihre eigenen schulischen Leistungen und Fähigkeiten mit den Anforderungen vergleichen können, die ihr Traumberuf verlangt. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass es zur falschen Berufswahl kommt, die nur allzu oft in Enttäuschung und Lehrabbruch endet.

Zwar gebe es mit Schulnoten und Tests schon Instrumente, welche die Berufswahl erleichtern sollen, hiess es an einer Medienkonferenz des Schweizerischen Gewerbeverbands (SGV) und der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) in Bern. Dass diese Instrumente aber offenbar nicht ausreichten, zeige die hohe Zahl der Lehrabbrüche.

Jede 5. Lehre wird abgebrochen
So zeigten Untersuchungen im Kanton Bern, dass jede fünfte Lehre bereits im ersten Jahr abgebrochen werde. Das ist für SGV-Direktor Hans-Ulrich Bigler ein unhaltbarer Zustand: «Die KMU-Wirtschaft hat alles Interesse daran, allen jungen Menschen eine geeignete Arbeitsstelle anzubieten.»

Es sei falsch, wenn junge Frauen und Männer wegen einer falschen Berufswahl den Einstieg ins Berufsleben verpassten und über kurz oder lang in der Arbeitslosigkeit landeten. Der SGV habe für sein Projekt sowohl bei den Lehrerorganisationen wie auch bei der EDK Unterstützung erhalten.

«Im Projekt 'Anforderungsprofile' geht es nicht darum, dass die Wirtschaft der Schule vorschreibt, was sie zu tun hat», sagte EDK-Generalsekretär Hans Ambühl. Für beide Seiten sei mehr Transparenz aber wichtig.

Erste Profile im Frühjahr 2012
Für das lancierte Projekt «Anforderungsprofile» sollen bis im nächsten Februar zusammen mit den entsprechenden Berufsverbänden die ersten drei Profile erstellt werden: Jene für die Polymechaniker, die Angestellten im Gesundheitsbereich und im Detailhandel. Weitere 12 Profile werden bis Herbst 2012 erstellt.

Damit wären rund ein Viertel aller Lehrverhältnisse abgedeckt. Nach einer Analyse werden anschliessend die restlichen Berufsprofile ausgearbeitet. Als grösste Dachorganisation der KMU-Wirtschaft vertritt der SGV 280 Verbände und gegen 300'000 Unternehmen. (inap, sda)

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Bessere Brücke zwischen Schule und Berufswelt. (22.9.2011)
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