Weltbank warnt vor Absturz der Weltwirtschaft
Die Welt hat sich in den letzten sechs Monaten dramatisch verändert: Dass die USA und auch Europa deutlich weniger importieren, spüren nun auch die Entwicklungsländer. Vor allem aufstrebende Märkte wie Brasilien oder China leiden. Dies schreibt die Weltbank in ihrer Prognose für 2012.
Lange habe der rasch ansteigende Binnenkonsum in den Ländern geholfen, die schwächelnden Exporte auszugleichen. Dies reicht nicht mehr, sagt Andrew Burns, Verfasser der Weltbank-Prognose. Im Vergleich zu vor einem halben Jahr fliesse 50 Prozent weniger Geld in die Entwicklungsländer - und nun rutsche Europa in eine Rezession ab.
Prognosen nach unten korrigiert
Deswegen korrigiert die Weltbank ihre Prognosen. Sie erwartet nur noch ein weltweites Wachstum von 2,5 Prozent in diesem und 3,1 Prozent im nächsten Jahr. «Das Wachstum in Industrieländern wie auch in aufstrebenden Staaten könnte noch weit stärker abstürzen als während der Krise 2008/09», sagte Burns. Mit 2012 habe ein «schwieriges Jahr» begonnen.
Die Wirtschaft der Euroländer wird der Weltbank-Prognose zufolge in diesem Jahr um 0,3 Prozent schrumpfen und dann 2013 wieder leicht um 1,1 Prozent wachsen. Im Juni war noch von einem Eurozonen-Plus von 1,8 Prozent für 2012 die Rede gewesen.
Sollten die finanziellen Probleme der Euro-Staaten aber noch grösser werden, dann drohe eine ähnliche Krise wie nach dem Kollaps der Lehmann Brothers: Für einige Staaten hiesse das: Wachstumsstopp oder gar Rezession. Die Weltbank fordert diese deshalb deshalb auf, sich auf die harten Zeiten vorzubereiten. (meyp, fors/sda/dpa)
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