Genf: Ermittlungen wegen Datenhandels
Telekom-Angestellte in Genf sollen ein Netz mit illegalen Auskünften aufgezogen haben. Es seien Untersuchungen im Gang, sagte Staatsanwalt Yves Bertossa. Er bestätigte damit Informationen der Internetseite des Westschweizer Radios und Fernsehens RTS.
Vertrauliche Daten an Dritte verkauft?
Laut Bertossa richten sich die Ermittlungen gegen drei Telekom-Angestellte und eine weitere Person. Zu weiteren Aspekten des Dossiers sagte er nichts. Im Zuge der Ermittlungen sei gegen einen Angestellten der Swisscom ein Strafverfahren eröffnet worden, sagte Swisscom-Sprecher Christian Neuhaus auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Mit Verweis auf das laufende Verfahren gab er keine weiteren Auskünfte. Sunrise und Orange waren am Sonntagnachmittag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Gemäss RTS sollen die Angestellten seit ungefähr fünf Jahren vertrauliche Daten an Dritte verkauft haben. Dabei soll es etwa um Listen mit Telefonnummern gehen, die sie gegen Geld an ein Detektivbüro im Kanton Waadt weitergaben. (bat;pet, sda)
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