Grossfusion von Generika-Herstellern
Der US-Generikahersteller Watson übernimmt für rund 5 Milliarden Franken den in der Schweiz ansässigen Konkurrenten Actavis. Der US-Hersteller wird zum weltweit drittgrössten Hersteller von Nachahmer-Medikamenten, hinter Sandoz. Actavis ist in 40 Ländern tätig und beschäftigt über 10'000 Angestellte.
Verdrängungskampf
Für Watson ist die Übernahme von Actavis die letzte grosse Etappe seiner seit Jahren anhaltenden Einkaufstour. Damit sei die Expansion des Konzerns im Wesentlichen abgeschlossen, erklärte Watson-Chef Paul Bisaro. Zusammengeführt wird Watson mehr als 17'000 Mitarbeiter weltweit haben sowie 20 Produktionsstandorte und mehr als ein Dutzend Forschungszentren.
Konkurrenz für Sandoz
Durch die breitere Aufstellung will Watson stärker mit den beiden Top-Firmen der Branche, dem israelischen Konzern Teva und der Novartis-Tochter Sandoz, konkurrieren können. Beide Unternehmen hatten in den vergangenen Jahren Milliarden-Übernahmen gestemmt.
Seit einigen Jahren findet ein Konzentrationsprozess unter den Generika-Herstellern statt. Die Unternehmen wollen auf diesem Wege Grössenvorteile gewinnen.
Actavis erst seit kurzem in Zug
Actavis war 1956 in Island als Einkaufsverband gegründet worden. 1960 wurde die Arzneimittelproduktion für die Insel im Nordatlantik aufgenommen. 1981 begann die Lohnherstellung für internationale Pharmakonzerne. Mittlerweile ist Actavis in über 40 Ländern rund um den Globus tätig. Die grössten Standorte sind in den USA, Bulgarien, Indien, Rumänien und Grossbritannien.
Anfangs vergangenen Jahres verlegte Actavis den Hauptsitz nach Steinhausen im Kanton Zug. In der Schweiz arbeiten derzeit über 150 Angestellte.(smus, sda/rtd)
Mehr zum Stichwort:
