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Dienstag, 1.5.2012

Delta will mit eigener Ölraffinerie sparen

Um den enormen Durst ihrer Flugzeuge zu stillen, kauft sich die US-Gesellschaft Delta Air Lines ihre eigene Ölraffinerie. In der Flugbranche ist dies ein neuartiges Geschäftsmodell. Das Ziel: Geld sparen.

Mit einer eigenen Ölraffinerie will Delta Air Lines Geld sparen. (Keystone)

Die Gesellschaft Delta Air Lines besitzt nun eine eigene Ölraffinerie. «Mit dieser massvollen Investition, die dem Kaufpreis eines grösseren Flugzeugs entspricht, kann Delta seine Spritkosten um jährlich 300 Millionen Dollar senken», erklärte Konzernchef Richard Anderson.

Die Fluggesellschaften leiden genauso wie die Autofahrer unter den hohen Ölpreisen. Im vergangenen Jahr hat Delta - die Nummer zwei der Branche - unterm Strich gut 9,7 Milliarden Dollar für Kerosin aufwenden müssen und damit 28 Prozent mehr als noch im Jahr 2010. «Die Übernahme der Raffinerie in Trainer ist ein neuartiger Ansatz, unseren grössten Kostenblock zu bewältigen, sagte Anderson. Bislang gehörte das Areal dem US-Ölmulti ConocoPhillips.

80 Prozent aus eigener Raffinerie
Der Staat greift der Fluggesellschaft allerdings mit 30 Millionen Dollar unter die Arme - denn ohne die Übernahme wäre die Raffinerie geschlossen worden. Zusätzlich zum Kaufpreis investiert Delta nun noch 100 Millionen Dollar, um die Anlage so weit wie möglich auf die Produktion des benötigten Kerosins umzustellen.

80 Prozent des Sprits, den die Delta-Jets in den Vereinigten Staaten verbrauchen, soll künftig aus der eigenen Raffinerie kommen. (basn;bru, dpa)

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