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Samstag, 5.5.2012

Argentinien verstaatlicht YPF

Argentinien schafft im Enteignungsstreit mit Spanien Fakten. Der Erdölförderer YPF wird vom argentinischen Staat kontrolliert. Doch die Milliarden für neue Projekte sollen wieder aus dem Ausland kommen.

Präsidentin Cristina Fernández de Kircher (Keystone)

Der argentinische Staat hat gegen alle Proteste die Kontrolle über die Erdölfirma YPF des spanischen Energiekonzerns Repsol übernommen. Präsidentin Cristina Fernández de Kircher unterzeichnete ein entsprechendes Gesetz. Zuvor hatten beide Kammern des Parlaments der Enteignung mit grosser Mehrheit zugestimmt.

De Kirchner hatte die Verstaatlichung der bisher von der spanischen Repsol kontrollierten Erdölfirma mit fehlenden Investitionen begründet. Das Gesetz sieht die Enteignung von 51 Prozent der Aktien von YPF vor. Repsol behält 7 Prozent der Aktien. Weitere 26 Prozent befinden sich in Händen der argentinischen Unternehmerfamilie Eskenazi, während der Rest an den Börsen in Buenos Aires und New York gehandelt wird.

Investitionen aus dem Ausland
Nach einem Bericht der Zeitung «La Nación» plant die argentinische Regierung die Erschliessung neuer Öl- und Erdgasreserven. Dazu solle die YPF Gemeinschaftsunternehmen mit privaten Firmen bilden. Planungsminister Julio De Vido habe bereits mit den US-Unternehmen Exxon, Chevron und Connoco Phillips sowie mit der deutschen E.ON und der norwegischen Statoil gesprochen.

Ende 2011 hatte YPF in der Provinz Neuquén eines der grössten Öl-und Erdgasvorkommen Argentiniens entdeckt. Für dessen Ausbeutung sind Investitionen in Milliardenhöhe notwendig sind, die nach dem Willen der argentinischen Regierung von internationalen Unternehmen aufgebracht werden sollen.

Die spanische Regierung hatte gegen die Enteignung protestiert und als Gegenmassnahme die Einfuhr von Biodiesel aus Argentinien eingeschränkt. (bat, dpa)

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Dienstag, 17.4.2012

Spanien will Verstaatlichung nicht einfach hinnehmen

Der Streit um die Verstaatlichung von Argentiniens grösster Ölfirma droht zu eskalieren. Madrid kündigte diplomatische und wirtschaftliche Konsequenzen an, falls der spanische Ölmulti Repsol enteignet wird. Die EU stellt sich hinter Spanien.  Mehr


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