Serbien muss sich gedulden
Die EU hat Serbien anders als geplant noch nicht zum Beitrittskandidaten der EU ernannt. Nach heftigem rumänischem Widerstand einigten sich die EU-Aussenminister in Brüssel lediglich darauf, den am Donnerstag tagenden Staats- und Regierungschefs zu empfehlen, Serbien den Kandidatenstatus zu verleihen.
Knatsch um Walachen
Rumäniens Aussenminister Cristian Diaconescu hatte völlig überraschend verlangt, Serbien solle die dort lebende Minderheit von etwa 30 000 Walachen als ethnische Rumänen anerkennen und entsprechend schützen.
Serbiens Präsident Boris Tadic, der nicht an den Beratungen der EU-Minister teilnahm, lehnte dies in Brüssel vor Journalisten ab. Serbien erfülle die Kriterien der EU für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit - komme jedoch keinen anderen Forderungen nach.
EU-Gipfel soll es richten
Der dänische Europaminister Nicolai Wammen, der den Vorsitz des Ministertreffens führte, räumte anschliessend ein, dass der Streit zwischen Rumänien und Serbien noch keineswegs erledigt sei. «Wir werden in den kommenden Tagen noch eine Diskussion haben.»
Dennoch erwartet er, dass der EU-Gipfel am Donnerstag die Empfehlung förmlich bestätigt werde. Serbien habe die im Dezember von der EU genannten Bedingungen erfüllt. (bat, dpa/reuters)
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