Serbien wird EU-Beitrittskandidat
Serbien erhält den offiziellen Status eines EU-Beitrittskandidaten. Das hat der EU-Gipfel in Brüssel beschlossen. Zuvor hatte Rumänien seinen Widerstand gegen den Schritt aufgegeben. Ein Termin für den Beginn der Beitrittsverhandlungen steht noch nicht fest.
Neben der Türkei, Island und Albanien streben alle ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken und Kosovo die Aufnahme in die Europäische Union an. Dies ist an strenge Bedingungen geknüpft, auf die sich die Länder jahrelang mit Reformen vorbereiten müssen. Die Verhandlungen nehmen in der Regel ebenfalls mehrere Jahre in Anspruch. Kroatien hat sie erfolgreich abgeschlossen und wird im kommenden Jahr das 28. Mitgliedsland der EU.
«Noch viel Arbeit zu tun»
Serbiens Präsident Boris Tadic begrüsste den Entscheid der EU. Dies eröffne den Weg «zu Fortschritt und Wohlstand», erklärte Tadic. Es sei aber noch «viel Arbeit zu tun, um in die Beitrittsverhandlungen einzusteigen». Dies sei die nächste Hürde, die auf dem Weg zu einer Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union zu nehmen sei.
Die Bürger Serbiens hätten die ganze Last der Reformpolitik zu tragen, die eine demokratische Gesellschaft etablieren solle, welche die Menschenrechte und die Minderheiten im Land respektiere. (ank;luek, reuters/sda/afp)
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