Lottogewinne bis zu 1000 Franken steuerfrei
Nur wer im Lotto mehr als 1000 Franken gewinnt, muss dies künftig versteuern. (Keystone Archiv)
Wer heute mehr als 50 Franken im Lotto gewinnt, muss auch dem Staat davon 35 Prozent Verrechnungssteuer abliefern. Falls man den Gewinn deklariert, gibt es das Geld zwar wieder zurück. Doch das Prozedere bedeutet viel Aufwand bei wenig Ertrag.
Das war nach dem Ständerat auch im Nationalrat unbestritten. Neu sind Lottogewinne bis 1000 Franken steuerfrei.
Casinogewinne ganz steuerfrei
Hansjörg Hasler BDP erinnerte daran, dass die Freigrenze seit 1945 nicht mehr angepasst wurde und auch der Teuerung damit nicht Rechnung getragen worden sei. Er verwies auch auf den Nachteil der Lotteriebetreiber gegenüber den Spielbanken. Gewinne in Casinos werden nicht besteuert.
Auch Eveline Widmer-Schlumpf sprach sich für die Erhöhung aus, damit werde den Veranstaltern und der Verwaltung das Leben erleichtert, erklärte die Finanzministerin.
Wenig Steuerausfälle beim Bund
Rund 240'000 Mal hat im letzten Jahr jemand zwischen 50 und 1000 Franken gewonnen. Zusammengezählt wurden diesen Gewinnern etwa 40 Millionen Franken ausgezahlt. Durch die Änderung gehen dem Bund aber nur wenig Steuereinnahmen verloren: Von den 40 Millionen musste unter dem Strich etwa eine halbe Million Franken abgeliefert werden.
5000 Arbeitstage gespart
Für die Veranstalter von Lotterien bedeutet das Eintreiben der Steuern aber einen enormen Aufwand. Heute müssen sie für jeden Gewinn über 50 Franken den Gewinnern eine Verrechnungssteuerbestätigung aushändigen. Das sind etwa 10 Minuten Aufwand pro Gewinner. Nun können also bis zu 5000 Arbeitstage eingespart werden. (luek/meid;pet)
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