Obama doch noch zufrieden mit den Europäern
US-Präsident Barack Obama spricht auf der Presserkonferenz am Gipfe in Los Cabos. (Keystone)
Die Gruppe der 20 (G-20) umfasst die stärksten Industrienationen und aufstrebenden Volkswirtschaften. Sie repräsentiert zwei Drittel der Weltbevölkerung, 85 Prozent der globalen Wirtschaftskraft und einen Grossteil des weltweiten Handels. Mehr
Von Wirtschaftsredaktorin Maren Peters
Nach dem Streit zum Auftakt war US-Präsident Barack Obama zum Ende des G-20-Gipfels im mexikanischen Los Cabos doch noch zufrieden mit den Europäern. Sie hätten zugesagt alles zu tun um den Zusammenhalt und die Stabilität der Eurozone zu sichern, sagte Obama. Sie hätten verstanden was auf dem Spiel steht.
Nichts Konkretes
Dabei sind die G-20-Zusagen der Europäer nicht sehr konkret. Im Abschlusscommuniqué heisst es nur, die europäischen Mitglieder würden alle notwendigen politischen Massnahmen ergreifen, um die Integrität und Stabilität des Euroraumes zu sichern. Was das sein könnte - neue Konjunkturpakte, eine Bankenunion, der Fiskalpakt - das werden sie auf dem EU-Gipfel Ende Juni beraten.
Dass es noch eine Menge Zündstoff gibt, machte Frankreichs neuer Staatschef François Hollande deutlich. Sparen um des Sparens willen könne nicht die Lösung sein, sagte er. Das war ein Frontalangriff gegen die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, die auf dem Sparkurs besteht.
Märkte beruhigen
So vage die Lösungsansätze für die Eurokrise noch sind: Barack Obama zeigte sich für den Moment zufrieden. Es gehe erst einmal darum zu zeigen, wohin die Reise der Eurozone gehen soll. Das schaffe Vertrauen und senke die Fieberkurve an den Finanzmärkten. Wenn die Märkte beruhigt seien, hätten die Europäer genug Zeit, ihre Probleme zu lösen.
Offenbar ist das erhoffte Signal an den Finanzmärkten nicht angekommen. Während die G-20-Chefs in Mexiko Einigkeit demonstrierten, stiegen die Zinsen auf spanische Staatsanleihen in bedenkliche Höhen. (luek;pet)
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