Pakistan öffnet Nachschubwege für die Nato
In Karachi stehen die Tanker, mit denen der Treibstoff nach Afghanistan geliefert werden soll. (Reuters)
Nach monatelanger Blockade will Pakistan die Versorgungsrouten der Nato nach Afghanistan wieder öffnen. Die Regierung in Islamabad habe sich zu dem Schritt entschlossen, nachdem die USA sich für den Tod von 24 pakistanischen Soldaten entschuldigt hatten, sagte US-Aussenministerin Hillary Clinton.
Sie habe der pakistanischen Aussenministerin Hina Rabbani Khar in einem Telefonat ihr Beileid über die Verluste der pakistanischen Streitkräfte ausgedrückt. Beide Seiten hätten Fehler eingestanden, die zu Todesopfern geführt hätten, betonte Clinton. Aussenministerin Khar habe ihr daraufhin die Öffnung der Versorgungsrouten zugesichert.
Entschuldigung verlangt
Der Tod der 24 pakistanischen Soldaten durch einen Nato-Luftangriff im vergangenen November hatte die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Washington und Islamabad weiter verschärft. Pakistan hatte daraufhin die Versorgungsrouten für die Nato-Truppen in Afghanistan geschlossen.
Islamabad hatte unter anderem eine Entschuldigung der USA zur Bedingung für die Wiedereröffnung der Routen nach Afghanistan gemacht.
Wichtiger Versorgungsweg
Der Landweg über Pakistan ist einer der wichtigsten Versorgungswege für die internationalen Streitkräfte am Hindukusch. Die Nato und das US-Militär mussten während der siebenmonatigen Blockade auf längere und teurere Nachschubrouten durch Russland und Zentralasien ausweichen.
Der Oberbefehlshaber der internationalen Afghanistantruppe ISAF, US-General John Allen, begrüsste in Kabul das Ende der Blockade. Er würdigte die «Opfer», die von der pakistanischen Armee im Kampf gegen den Terror erbracht würden.
Für Truppenabzug von Bedeutung
Die Öffnung der Landwege durch Pakistan ist auch für den Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan von grosser Bedeutung. Das Material könne nun «zu viel geringeren Kosten» heimgeholt werden, sagte Clinton.
Alle ausländischen Kampftruppen sollen bis Ende 2014 vom Hindukusch abziehen. Bis Mitte kommenden Jahres wollen die Nato und die USA die Sicherheitsverantwortung weitestgehend in die Hände der afghanischen Sicherheitskräfte legen. (luek,sda/dapd/afp)
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