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Montag, 16.7.2012

Kühne + Nagel mit weniger Gewinn

Der Margendruck und eine Kartellbusse haben dem Logistikkonzern  Kühne + Nagel das Ergebnis im ersten Halbjahr verhagelt. Der Umsatz an sich legte um 2,8 Prozent auf über 10 Milliarden Franken zu.

Der Logistikkonzern Kühne + Nagel hat im ersten Halbjahr weniger verdient. Der Reingewinn sank von 314 Millionen im Vorjahr auf  214 Millionen Franken.

Belastet wurde das Ergebnis durch eine im März ausgesprochene Kartellbusse der Europäischen Union von 65 Millionen Franken. Auch ohne die Strafzahlung ging der Gewinn allerdings um 11,1 Prozent zurück, wie Kühne + Nagel mitteilte.

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) lag mit 389 Millionen Franken rund 22 Prozent tiefer als im Vorjahr. Weil die Menschen weltweit weniger konsumfreudig seien, habe sich das Wachstum des Transportvolumens verlangsamt, wird Konzernchef Reinhard Lange in der Mitteilung zitiert. Das Umsatzwachstum von 2,8 Prozent auf knapp mehr als 10 Milliarden Franken liege aber über dem Marktdurchschnitt.

Plus im Strassentransport
Auf dem Seeweg transportierte Kühne + Nagel 8 Prozent mehr Volumen als im Vorjahr. Gleichzeitig gingen jedoch die Margen zurück, so dass sich das Betriebsergebnis der Sparte um 10,9 Prozent verringerte. Der exakt gleiche Rückgang ergab sich im Luftfrachtsegment.

Der Margendruck belastete auch die Kontraktlogistik. Der Geschäftsbereich verzeichnete einen Rückgang des Betriebsergebnisses um 15,3 Prozent. Beim Transport auf Strasse und Schiene verbesserte  sich der operative Gewinn dagegen um 7,4 Prozent.

Wachstumsziele gesenkt
Das eingeleitete Kostensenkungsprogramm des Unternehmens zeige bereits Wirkung, hält Verwaltungsratspräsident Karl Gernandt fest . «Die Gruppe nähert sich wieder den für das Gesamtjahr 2012 angestrebten Rentabilitäts- und Produktivitätszielen an.»

Wie Finanzchef Gerard van Kesteren gegenüber der Nachrichtenagentur AWP sagte, hat der Konzern seine Wachstumsziele für das Geschäftsjahr gesenkt.

Kartellbusse wird angefochten
Weiter erklärte van Kesteren, dass das Unternehmen die Busse der EU nicht akzeptiere. «Wir haben Rechtsmittel dagegen eingelegt» sagte er. Insbesondere mit der Berechnungsmethode der Busse sei man nicht einverstanden.

Laut EU-Kommission hatte sich Kühne + Nagel an vier Kartellen von Logistikunternehmen beteiligt. Insgesamt wurden 14 Firmen wegen Absprachen im Luftfrachtsegment bestraft, unter ihnen auch Panalpina.(bru;pet, sda)

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Mittwoch, 28.3.2012

65 Millionen Franken Kartellstrafe für Kühne + Nagel

Der Logistikkonzern Kühne + Nagel muss eine Kartellstrafe von knapp 54 Millionen Euro (rund 65 Millionen Franken) bezahlen. Die EU-Kommission verurteilte das Unternehmen wegen Absprachen in der Luftfracht.   Mehr


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