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Samstag, 21.7.2012

Rätselraten über Tatmotiv in Denver

Die USA trauern um die zwölf getöteten Kinobesucher. An allen öffentlichen Gebäuden sind die Fahnen auf halbmast gesetzt. Im ganzen Land herrscht  Fassungslosigkeit. Waffengegner fordern strengere Gesetze. Der Täter hatte während Monaten legal ein grosses Waffenarsenal gekauft.

US-Präsident Barack Obama ordnete an, die Flaggen an allen Bundesgebäuden auf halbmast zu setzen. (Keystone)

USA: Diskussion über strengere Waffengesetze

Die Bluttat in Aurora hat die Menschen schockiert. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg appellierte an Präsident Barack Obama und dessen republikanischen Herausforderer, Mitt Romney, die Waffengesetze zu verschärfen.

Beitrag aus Echo der Zeit vom Samstag, 21.7.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

USA: Mutmassungen über Tatmotiv

In den USA mutmassen Menschen darüber, warum ein Student in Aurora bei der Batman-Film-Premiere wahllos zwölf Menschen erschossen und dutzende verletzt hat. Bekannte beschreiben ihn als intelligenten Einzelgänger.

Beitrag aus Echo der Zeit vom Samstag, 21.7.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Nach der Bluttat in einem Kino nahe Denver wird in den USA über das Motiv des Todesschützen gemutmasst. Offensichtlich hatte der 24 Jahre alte Mann seine Tat schon seit längerem vorbereitet.

Er hatte in den vergangenen Monaten legal zahlreiche Waffen, massenhaft Munition und schusssichere Spezialkleidung gekauft. Diese setzte er am Freitag ein und schoss bei der Mitternachts-Vorpremiere zum neuen Batman-Film «The Dark Knight Rises» wahllos auf die Kinobesucher. Zwölf Menschen starben.

30 der insgesamt 58 Verletzten wurden nach Angaben des Gouverneurs von Colorado am Samstag noch in Spitälern behandelt. 11 befänden sich in kritischem Zustand.

Täter war ein unauffälliger Student
Der Todesschütze hatte sich Medienberichten zufolge die Haare rot gefärbt und sagte bei einer Vernehmung mit der Polizei aus, er sei der Batman-Bösewicht «Der Joker». Wie der Bewaffnete in das Kino kommen konnte, sei noch unklar, teilte die Polizei mit. Sie gehe davon aus, dass der Student der Neurowissenschaften allein gehandelt habe.

Der 24-Jährige sei der Polizei zuvor nicht bekannt gewesen, er hatte keine Vorstrafen. Am Montag soll der Mann erstmals vor Gericht erscheinen.

Kopfzerbrechen bereitete den Ermittlern die mit Sprengsätzen präparierte Wohnung des Amokschützen. Sicherheitshalber wurden neben dem Wohnhaus des Täters auch vier umliegende Apartmenthäuser evakuiert. Die komplizierte Konstruktion aus Sprengstoff und entzündlichen chemischen Substanzen beschrieb Polizeichef Oates als etwas, «was wir noch nie gesehen haben». Es könnte Tage dauern, bis die Experten sich Zutritt verschaffen können.

Forderung nach schärferen Waffengesetzen
Die Bluttat in Aurora schockte selbst hartgesottene Polizisten und Politiker. Der Gouverneur von Colorado kämpfte mit den Tränen, ebenso der Bürgermeister von Aurora. Präsident Barack Obama stand das Entsetzen ins Gesicht geschrieben, ähnlich ging es seinem republikanischen Wahl-Rivalen Mitt Romney. «Die Lehre aus diesem Tragödie ist, dass das Leben sehr zerbrechlich ist», sinnierte Obama vor der Nation.

Manchen reichten nicht aus. «Wir wollen kein Beileid», erklärte die Organisation «Brady Campaign to Prevent Gun Violence», die für schärfere Waffengesetze kämpft. «Wir wollen Taten.» So sah es auch der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg. Er appellierte an Obama und Romney die Waffengesetze zu verschärfen.

Kinos ziehen Konsequenzen
In den US-Kinos wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Die zweitgrösste Kinokette AMC teilte mit, dass es bis auf weiteres in ihren Häusern nicht erlaubt sei, Gesichtsmasken zu tragen oder Spielzeugwaffen mitzubringen. Vor allem Fans von Comic-Verfilmungen verkleiden sich gern wie ihre Leinwandhelden.

Regisseur tief erschüttert
Batman-Regisseur Christopher Nolan brachte seine «tiefe Trauer» über das Blutbad zum Ausdruck. In einer Mitteilung im Namen der Schauspieler und Mitwirkenden des Films sprach er von einer «sinnlosen Tragödie», wie das US-Branchenblatt «Hollywood Reporter» berichtete.

«Das Kino ist mein zu Hause. Die Vorstellung, dass jemand diesen unschuldigen und erwartungsvollen Ort derart brutal entweiht, ist einfach verheerend», führte Nolan weiter aus. (bat, sda/dpa/reuters)

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Freitag, 20.7.2012

12 Tote bei Batman-Premiere in US-Kino

Aus einer Batman-Premiere um Mitternacht wird ein Alptraum: Ein Maskierter schiesst in einem Kinosaal im US-Staat Colorado ins Publikum. Zwölf der meist jungen Gäste sterben, Dutzende werden verletzt. Dann lässt sich der 24-jährige Täter widerstandslos festnehmen.  Mehr


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