Federer im olympischen Halbfinal
Roger Federer kämpfte im Viertelfinal gegen John Isner. (Keystone)
Roger Federer konnte sich gegen den amerikanischen Aufschlagsriesen John Isner (ATP 11) auf seinen starken Service verlassen. Trotz einiger heikler Situationen musste der Baselbieter Isner nur einen einzigen Breakball zugestehen, den er aber abwehren konnte. So geriet sein Halbfinal-Einzug kaum je in Gefahr.
Ein Break zur Vorentscheidung
Im Return-Spiel zeigte sich der Weltranglisten-Erste effizient. Als der Wimbledon-Sieger beim Stand von 4:4 im 1. Satz zu seinen ersten Chancen zum Servicedurchbruch kam, nutzte er den 3. Breakball zur Vorentscheidung. Nach 35 Minuten brachte Federer Durchgang 1 ins Trockene.
Im 2. Satz bot sich Federer beim Stand von 2:2 erneut die Chance zum Servicedurchbruch, doch dieses Mal konnte er sie nicht nutzen. Da der 30-Jährige bei eigenem Aufschlag kaum in Bedrängnis kam, fiel die Entscheidung im Tie-Break.
Netzroller zum Matchgewinn
In der Kurz-Entscheidung schaffte Federer zum Auftakt ein Mini-Break, doch diesen Vorsprung gab er gleich wieder preis. Mit einem Ass erspielte sich Federer schliesslich den 1. Matchball, den er dank einem glücklichen Netzroller zum 7:5 im Tie-Break verwertete. Nach 1:25 Stunden stand der 4. Sieg im 5. Duell mit dem Amerikaner fest.
«Ich habe zum Glück gut serviert und durchgehend gut gespielt», resümierte Federer. Doch er wusste auch: «Ich hatte unglaubliches Glück beim Matchball, aber ich glaube, dass man das Glück auch ein Stück weit auf seine Seite holen kann.» Es sei ein hartes Stück Arbeit gewesen, so der Baselbieter.
Nun gegen Del Potro
In der Runde der letzten Vier bekommt es Federer mit Juan Martin Del Potro zu tun (ATP 9). Im Head-to-Head führt der Baselbieter gegen den 23-jährigen Argentinier mit 12:2. Das bislang einzige Duell zwischen den beiden auf Rasen datiert aus dem Jahr 2007. Damals gewann Federer in Wimbledon klar in 3 Sätzen. (sf, saua)
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