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Samstag, 4.8.2012

SVP-Bauern fordern andere Landwirtschaftspolitik

Heimische Nahrungsmittelproduktion statt Import-Produkte fördern: An der SVP-Bauern-Landsgemeinde im luzernischen Grosswangen haben die teilnehmenden Bauern eine entsprechende Resolution verabschiedet.

Toni Brunner (links) und Josef Kunz werden per Traktor auf den Versammlungsplatz gefahren. (Keystone)

Auf dem Hof des Luzerner Alt-SVP-Nationalrats Josef Kunz sind am Samstag mehrere hundert Bauern aus dem ganzen Land zu einer Bauern-Landsgemeinde zusammengekommen. In einer Verlautbarung verlangten sie, dass die bäuerliche Einkommenssituation «endlich» verbessert werden müsse, «statt weiter zu schwächen.»

Gegen Bauern als reine Landschaftsgärtner
Ausserdem wollen sie sicherstellen, dass die Produktion von Lebensmitteln an erster Stelle der landwirtschaftlichen Aufgaben steht. «Die Bauern sollen nicht zu Landschaftsgärtnern degradiert werden», lautet eine Forderung der Resolution zuhanden des Bundesrats. Die Anwesenden nahmen das Papier einstimmig und mit grossem Applaus an.

«Wir wollen rechte Bauern»
SVP-Präsident und Landwirt Toni Brunner resümierte die Landsgemeinde mit den Worten: «Wir sind in grosser Sorge um den Schweizer Bauernstand.» Man wolle manifestieren, dass sich die SVP-Bauern für eine eigenständige Schweizer Landwirtschaft einsetzten. «Wir wollen rechte Bauern», so Brunner weiter.

Bauernpräsident und Nationalratspräsident Hansjörg Walter untermauerte Brunners Aussagen: «Wir wollen in Zukunft genügend einwandfreies Essen aus der Schweiz.»

SVP-Nationalrat Andreas Aebi (BE), der als Nachfolger für Hansjörg Walter kandidiert, verglich die bäuerliche Unmut mit Motormäher und Mulchmäher. «Wir alle wollen einen Motormäher», sagte er. Beim Mulchmäher bleibe das Heu liegen und verfaule. So solle Schweizer Landwirtschaft künftig als Motormäher funktionieren - um vernetztes, wirtschaftliches Produzieren zu garantieren.

Gegen die bundesrätliche Agrarpolitik
Im Herbst wird das Parlament über die neue Agrarpolitik 2014 bis 2017 befinden. Die SVP-Bauern zeigen sich überzeugt, dass die von Bundesrat Johann Schneider-Ammann vorgelegte Strategie die produzierende Landwirtschaft und die Bauernfamilien schwächt. «Wir wollen nicht eintreten für eine solche Vorlage», sagte Brunner.

In der an den Bundesrat gerichteten Resolution fordert die SVP- Bauern-Landsgemeinde, der EU «unmissverständlich» mitzuteilen, dass die Schweiz auch in Zukunft kein Agrarfreihandelsabkommen wolle. «Ernährungssicherheit darf nicht delegiert werden», hob der Aargauer SVP-Nationalrat Hansjörg Knecht hervor.

Massnahmen gegen Milch-Preiszerfall gefordert

Weiter verlangten die versammelten SVP-Bauern, «endlich» Massnahmen zu treffen, dass «der Milchpreiszerfall gestoppt wird». Die Milchproduzenten sollen mehr Macht erhalten. (pet, sda)

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Mittwoch, 1.2.2012

Hälfte der Direktzahlungen für Umwelt und Tierwohl

Die Direktzahlungen in der Landwirtschaft werden künftig stärker an bestimmte Leistungen gekoppelt: Mehr Geld erhält, wer umwelt- und landschaftsschonend produziert. Daran hält der Bundesrat fest. In den Details kommt er den Bauern entgegen.  Mehr


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