Federer triumphiert in Cincinnati
Roger Federer. (Reuters)
Die Zuschauer rieben sich die Augen, als Federer nach nur gerade 20 Minuten und 11 Sekunden den 1. Satz mit 6:0 für sich entschieden hatte. Nie zuvor in 27 Duellen gewann Federer gegen den Serben einen Satz zu Null. Djokovic gelangen im 1. Durchgang lediglich 10 Punkte.
Normalität im 2. Satz
Im 2. Satz kehrte Normalität auf den Center Court zurück. Djokovic brachte all seine Aufschläge durch und ermöglichte Federer keine weitere Breakmöglichkeit. Doch auch Federer trat weiter souverän auf, so dass die Entscheidung im Tie-Break fallen musste.
Dort begegneten sich die beiden weiter auf Augenhöhe. Mal führte Federer mit 3:0 und mal kam Djokovic zu einem Satzball. Schliesslich entschied Federer das Tie-Break mit 9:7 für sich. Gerade mal 80 Minuten benötigte die Weltnummer 1, um seinen serbischen Widersacher in die Knie zu zwingen.
Federer: «Ein magischer Sommer»
«Roger hat den Sieg verdient. Ich hatte im 2. Satz meine Chancen, nutzte diese aber nicht», sagte Djokovic, der nicht erwartet hatte, bis in den Final vorzustossen. Federer freute sich nach dem Wimbledon-Triumph und Olympia-Silber über einen weiteren Sieg: «Es war eine fantastische Woche und ich geniesse einen magischen Sommer!», so der Grand-Slam-Rekordsieger.
Mit seinem Sieg baute Federer den Vorsprung in der Weltrangliste auf Djokovic auf 895 Punkte aus. Zudem kann er, was die Klassierung angeht, beruhigt nach New York reisen. Federer, der am Montag in seine 292. Woche als Nummer 1 steigt, wird das Ranking auch nach dem US Open noch anführen.
Beim letzten Grand-Slam-Rendezvous des Jahres gilt der 31-Jährige natürlich als Topfavorit. «Ich freue mich sehr auf New York, aber jetzt will ich erst einmal diesen Titel geniessen», so Federer bei der Siegerehrung.
5 Siege bei 5 Finalteilnahmen
Für Federer ist es der 6. Turniersieg in diesem Jahr, der 76. in seiner Karriere insgesamt und der 21. Triumph auf Masters-Stufe, womit er Rafaels Nadals Rekord egalisiert. Mit 5 Titeln in Cincinnati ist der Baselbieter nun alleiniger Rekordhalter. Zudem weist er eine lupenreine Bilanz von 5 Siegen bei 5 Finalteilnahmen vor. Anders Djokovic: Der Serbe stand in Cincinnati zum 4. Mal im Final - und musste zum 4. Mal als Verlierer vom Court. (bon)
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