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Samstag, 25.8.2012

Rahmenabkommen mit Schweden zu Gripenkauf

Der Bund macht Tempo beim geplanten Kauf von 22 Gripen-Kampfflugzeugen: Er hat mit Schweden ein Abkommen unterzeichnet, das die wichtigsten Punkte des Geschäfts im Einzelnen regelt.

Ein schwedischer Gripen an der Flugshow in Sion 2011.

Allianz der Gripen-Befürworter bröckelt

Der geplanten Beschaffung von schwedischen Gripen-Kampfflugzeugen droht eine Bruchlandung. Nun ist auch die FDP vom schwedischen Flugzeug abgerückt.

Beitrag aus Echo der Zeit vom Samstag, 25.8.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Die Schweiz und Schweden intensivieren ihre Zusammenarbeit bei der Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen. Im Hinblick auf den Kauf von 22 Gripen-Jets durch die Schweiz haben die beiden Länder ein Rahmenabkommen abgeschlossen.

Dies gab das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) bekannt. Es gilt allerdings nur, wenn die Schweiz auch tatsächlich beschliesst, Gripen-Flugzeuge zu kaufen.

Im Abkommen wurden Einzelheiten wie Leistungsspezifikationen, Liefertermine, Preis, Ausrüstungsumfang und Bodeninfrastruktur für Einsatz und Ausbildung geregelt. Unterschrieben wurde das Papier von armasuisse und der schwedischen Regierungsagentur FXM. Einzelheiten will das VBS vorerst nicht nennen.

Bisher wurde von Seiten des Verteidigungsdepartementes kommuniziert, dass die 22 neuen Jets 3,1 Milliarden Franken kosten und unter Berücksichtigung aller politischen Prozesse zwischen 2018 und 2020 abgeliefert werden.

FDP übt Kritik
Seit der Veröffentlichung des Berichts der nationalrätlichen Subkommission von Anfang dieser Woche bröckelt die Allianz der Gripen-Befürworter in der Schweiz allerdings weiter: Die FDP stehe kurz davor, die Reissleine zu ziehen, weil es im Zusammenhang mit der Gripen-Beschaffung viele Fragezeichen gebe.

Dies sagte FDP-Präsident Philipp Müller in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Der Bericht der Subkommission strotze vor Problembeschreibungen und Fragen. So wisse man nicht, ob garantiert sei, dass im Beschaffungspreis von 3,1 Milliarden Franken die Entwicklungskosten vollständig enthalten seien.

Offen sei zudem, welches Flugzeug die Schweiz überhaupt erhalte. Bis anhin kenne man den Gripen E/F lediglich als Papierflieger. Das sei technisch und auch finanziell ein Hochrisikospiel, gab Müller zu bedenken.

Die FDP will aber nicht mithelfen, die Beschaffung eines neuen Kampfflugzeuges ganz zu versenken. Die FDP wolle eine starke Luftwaffe und dazu gehörten taugliche Flugzeuge, die flögen, ihren Auftrag erfüllen könnten und technisch wie auch finanziell berechenbar seien, sagte Müller. (fors, sda)

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Dossier, Letztes Update: Dienstag, 11.12.2012

Kontroverse um neue Kampfjets

Im August 2010 entschied der Bundesrat, die Beschaffung des Tiger-Ersatzes aus Kostengründen bis spätestens 2015 zu verschieben. Doch das Parlament verlangte bereits für das Jahr 2011 ein Finanzierungsmodell für den Kauf neuer Kampfjets. Der Bundesrat entschied sich Ende November für das günstigste der drei getesteten Angebote - den schwedischen Gripen.  Mehr


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