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Samstag, 25.8.2012

Wirbelsturm «Isaac» zieht über Haiti

Der Tropensturm «Isaac» ist über Haiti hinweggezogen. Bislang hat er sich nicht zum Hurrikan entwickelt. Das könne aber noch geschehen, bis er die Südküste der USA erreicht, meinen Experten.

Tropensturm Isaac bringt heftige Regenfälle und starke Sturmböen. (Keystone)

Tropensturm «Isaac» ist in der Nacht zum Samstag mit starken Winden und heftigen Regenfällen über den Südwesten Haitis hinweggezogen. Bei den bis zu über 2000 Meter hohen Bergen schwächte er sich nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami erneut leicht ab und setzte seinen Weg in Richtung Kuba und Florida fort.

Über Schäden in Haiti und in der benachbarten Dominikanischen Republik lagen zunächst keine Berichte vor. Im gesamten Osten Kubas und auf den südöstlichen Bahamas wurden vor allem wegen der befürchteten Regenfälle Tropensturmwarnungen herausgegeben.

Im Süden Floridas galt vorsorglich Hurrikanalarm. Dort soll das Zentrum des Wirbelsturms den Berechnungen der Meteorologen zufolge im Laufe des Sonntags aufschlagen. Befürchtungen, «Isaac» werde vor dem Auftreffen auf Haiti Hurrikanstärke erreichen, waren nicht eingetroffen.

In seinem Zentrum entwickelte der Wirbelsturm am Samstag 95 Kilometer in der Stunde. Ein Wirbelsturm wird zum Hurrikan, wenn er Windstärken von 120 Kilometern in der Stunde erreicht.

3000 Menschen evakuiert
In der Dominikanischen Republik kam es zu starken Regenfällen und Überschwemmungen. Mehr als 3000 Menschen mussten lokalen Zeitungsberichten zufolge in Sicherheit gebracht werden. Mehrere Orte waren von der Aussenwelt abgeschnitten.

Die Vereinten Nationen und die zahlreichen in Haiti stationierten internationalen Hilfsorganisationen ergriffen umfassende Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Auch zweieinhalb Jahre nach einem verheerenden Erdbeben leben in Port-au-Prince immer noch rund 200 000 Menschen in Obdachlosen-Zeltlagern.

Nach den Berechnungen der Meteorologen wird «Isaac» am Wochenende über Ost- und Zentralkuba nach Nordwesten weiterziehen, um von dort westlich an Florida vorbei in den Golf von Mexiko einzudringen. Dort könne er stärker werden und die Südküste der USA als Hurrikan erreichen. Damit wird er voraussichtlich nicht über Tampa in Florida ziehen, wo die US-Republikaner am Montag ihren Parteitag beginnen möchten. (fors, dpa)

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