Gentech-Moratorium läuft 2013 aus
Das Nationalfondsprojekt 59 wurde ins Leben gerufen, um die «Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderterter Pflanzen» zu untersuchen. Nun liegen die Resultate vor. (Archiv Keystone)
Von Inlandredaktorin Karoline Arn
Welche Chancen und Risiken gentechnisch veränderte Pflanzen bergen- diese Fragen sollte das fünfjährige Forschungsprogramm NFP 59 beantworten. Lange hat man auf diese Resultate gewartet. Die Ängst vor den Auswirkungen waren und sind gross.
Bauern, aber auch Konsumentenschützer haben sich dagegen gewehrt - und die Bevölkerung hat ein befristetes Verbot als Gentech-Moratorium an der Urne angenommen.
Die Forschungsgruppe will mit ihrer Studie die offenen Fragen beantworten. Bekannt ist bereits, in welche Richtung die Ergebnisse gehen: Gentechpflanzen bergen nicht grössere Risiken als normal gezüchtete.
Wie weiter nach 2013?
Der Bauernverband fordert eine weitere Verlängerung des Verbots, ebenso ein Vorstoss im Parlament: der Bundesrat kann sich eine zweite Verlängerung des Gentech-Moratoriums vorstellen, um drei weitere Jahre.
Der Bund macht sich zurzeit Gedanken darüber, wie gentechnisch veränderte und normal gezüchtete nebeneinander wachsen könnten - und will das Gesetz entsprechend anpassen – mit Hilfe der Studienergebnisse.
Die Gegner von gentechnisch veränderten Pflanzen haben die Studien bereits im Vorfeld kritisiert - und diese neuen Resultate werden sie wohl kaum zum Schweigen bringen. (lin; wedj)
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