Stromeffizienz-Initiative lanciert
Smartmeter-Installation: Diese «intelligenten Zähler» messen und speichern verbrauchte Strommengen sowie Verbrauchszeiträume und können so Energiesparpotenziale sichtbar machen. (Keystone)
Rund 58,6 Milliarden Kilowattstunden Strom sind 2011 in der Schweiz verbraucht worden. Mehr sollen es nicht mehr werden: Die nun lancierte Stromeffizienz-Initiative will den Stromverbrauch auf dem Niveau des vergangenen Jahres stabilisieren.
Das Volksbegehren ist breit abgestützt. Alle grossen Parteien sind im Initiativkomitee vertreten. Neben Bundesparlamentariern von SVP, SP, CVP, FDP, Grünen, Grünliberalen, BDP und EVP unterstützen der Wirtschaftsdachverband swisscleantech, die Stiftung für Konsumentenschutz, Greenpeace, Unternehmer, Wissenschaftler, Energie- und Umweltorganisationen das Volksbegehren.
Sparen möglich
Präsident ist der Zürcher FDP-Nationalrat Ruedi Noser. «Effiziente Stromnutzung bietet eine Fülle an Sparmöglichkeiten, die weder unseren Lebensstil noch unseren Komfort negativ beeinflussen. Es wäre unsinnig, dieses Potenzial nicht zu nutzen», lässt sich der Unternehmer in den Medienunterlagen zitieren.
Gemäss den Initianten kann allein mit Stromeffizienz-Massnahmen die Energie von mehreren Atomkraftwerken eingespart werden.
Grundlage dieser Rechnung sind die Prognosen des Bundesamts für Energie, das bis 2035 einen 23 Prozent höheren Stromverbrauch voraussagt. Das wäre ein zusätzlicher Verbrauch von über 13 Milliarden Kilowattstunden.
Die Initiative ist am Dienstag im Bundesblatt publiziert worden. Eingereicht werden soll sie bereits im Frühling 2013. Gemäss den Initianten hat das breit abgestützte Volksbegehren nicht zuletzt zum Ziel, Bundesrat und Parlament bei der Revision des Energiegesetzes auf Kurs zu halten. (bru;basn, sda)
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