«Es wird keinen Linksrutsch geben»
Wer zieht am 23. September ins St. Galler Rathaus ein? (Keystone)
«Die SP wird in der Stadt wohl einige wenige Sitze dazugewinnen», sagt Bruno Eberle im Gespräch mit dem Regionaljournal Ostschweiz. Die Ausgangslage sei günstig, die Partei nach den Siegen im Stände- und Regierungsratswahlkampf selbstbewusst. Doch ein massiver Linksrutsch sei auszuschliessen, urteilt Eberle.
Bürgerliche Mehrheit stabil
Die Verteilung der Fronten bleibt unangetastet, ist sich der Politbeobachter sicher. «Zwei Drittel des Parlaments bleiben bürgerlich, das andere Drittel linksorientiert. Daran wird auch der 23. September nicht viel ändern.» Kleine bis gar keine Chancen räumt Eberle den neuen Parteien BDP und Piratenpartei ein.
Auch bei den Stadtratswahlen dämpft Eberle Erwartungen an einen überraschenden Ausgang. «Die FDP sitzt fest im Sattel, ihre zwei Sitze sind ungefährdet», sagt der Politbeobachter. Keine Chance gibt er dem Kandidaten der SVP, Markus Straub. Es sei die falsche Zeit für den ersten SVP-Stadtratssitz.
«Falsche Namen»
Hart ins Gericht geht Eberle mit der SP. Die Doppelkandidatur mit Ruedi Blumer und Sylvia Huber sei misslungen. «Beide Personen sind keine ursprünglichen Sozialdemokraten und bringen den zusätzlichen Sitzgewinn wohl nicht zustande.» Blumer wie auch Huber spricht Eberle das nötige Rüstzeug ab, denn es fehle an Erfahrung.
Weniger Sorge muss sich laut Bruno Eberle die Kandidatin der CVP, Patrizia Adam-Allenspach, machen. Sie werde von einem Pakt zwischen der CVP und der FDP profitieren. «Wenn Patrizia Adam die Wahl nicht schon im ersten Wahlgang schafft, wird sie zumindest gute Karten für einen allfälligen zweiten Wahlgang besitzen.» (zubt)
