Tausende wegen Waldbränden in Spanien evakuiert
Bereits vor einer Woche wüteten Brände an der Costa del Sol: Brandschäden in der Nähe von Estepona. (Keystone)
Erneut wüten in Südspanien riesige Waldbrände. An der Urlaubsküste Costa del Sol mussten am Freitag etwa 5000 Menschen in Sicherheit gebracht werden, wie die Provinzregierung von Málaga mitteilte. Mindestens ein Mensch fiel den Flammen zum Opfer.
Am Nachmittag wurde in der Nähe des bekannten Badeortes Marbella eine verkohlte Leiche gefunden. Fünf Menschen wurden mit Verbrennungen oder Rauchvergiftungen in Krankenhäuser gebracht.
Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz
Insgesamt sechs Ortschaften in der Provinz Málaga sind vom Feuer bedroht. Ein Hotel mit 200 Gästen an der Küste musste komplett evakuiert werden.
Bei den Löscharbeiten waren den Angaben zufolge etwa 800 Feuerwehrleute, Militärs und Freiwillige sowie 17 Flugzeuge und Hubschrauber im Einsatz. Das Agrarministerium in Madrid stellte weitere sechs Flugzeuge und drei Hubschrauber bereit.
Das Feuer war am Donnerstag bei Coín im Sierra-Negra-Gebirge ausgebrochen und hatte sich wegen des starken Windes und der hohen Temperaturen blitzschnell vergrössert, wie der Umweltbeauftragte der Stadt Málaga, Javier Carnero, mitteilte. Ersten Schätzungen zufolge zerstörte der Brand eine Fläche von bis zu 1000 Hektar.
Autobahn gesperrt
Die Flammen hatten sich rasch bis Marbella ausgebreitet. Die Bürgermeisterin des beliebten Urlaubsortes, Ángeles Muñoz, sagte, dass bereits einige Häuser in den Aussenbezirken in Brand geraten seien. Die Mittelmeer-Autobahn AP-7 musste teilweise in beiden Richtungen gesperrt werden.
Der Regierungschef von Andalusien, José Antonio Griñán, sagte vor der Presse, es bestehe der Verdacht, dass das Feuer absichtlich gelegt worden sei. Das schwer zugängliche Gelände behindere die Löscharbeiten. (luek;basn, dpa)
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