UBS soll in Schmiergeld-Affäre verwickelt sein
Die UBS soll Gelder aus der illegalen Abholzung malaysischer Tropenhölzer gewaschen haben. (Keystone Archiv)
Von Wirtschaftsredaktor Charles Liebherr
Die UBS Filialen in Singapur und Hongkong sollen schmutziges Geld akzeptiert haben. Es geht um Bankgeschäfte von Musa bin Aman, Gouverneur des malaysischen Bundesstaates Sabah. Er soll über verschlungene Wege insgesamt 90 Millionen Dollar auf ein Zürcher UBS Konto transferiert haben.
Gelder aus dem illegalen Verkauf von Tropenholz; teilweise sind es auch Bestechungsgelder für Holzkonzessionen.
UBS weist Schuld von sich
Die UBS ist sich keiner Schuld bewusst. Die UBS arbeite an allen Standorten im Einklang mit den geltenden Gesetzen. Sie werde mit den Behörden zusammenarbeiten. So die schriftliche Stellungnahme der UBS.
Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Gemäss Recherchen des Bruno Manser Fonds spielt ein Mittelsmann von Musa bin Aman eine zentrale Rolle. Über ihn sollen alle Transaktionen gelaufen sein. Dieser soll wiederum einen anderen Geschäftsmann vorgeschoben haben, den eigentlichen Besitzer der UBS Konti.
Namhafte Beträge
All das hätte den UBS Kundenberater eigentlich stutzig machen müssen. Zumal namhafte Beträge von den entsprechenden UBS Konti an zwei Söhne von bin Aman ausbezahlt wurden. Das zeigt ein laufendes Rechtsverfahren in Singapur.
Nur schon bei Verdacht auf illegale Geschäfte, hätte der UBS Kundenberater eigentlich die Pflicht gehabt, die Geldwäscherei Behörden zu informieren. Es geht ja um prominente Namen.
Warum dies nicht erfolgte, muss nun die Bundesanwaltschaft klären. (basn)
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