Ostschweizer dokumentiert giftige Spinnenbisse
Spinnenbisse sind in der Schweiz zwar selten, nehmen aber zu. (Keystone)
Es sei nicht das Ziel, mit der Studie Panik in der Bevölkerung zu schüren, sagte Studienleiter Markus Gnädinger, Facharzt für Innere Medizin in Steinach am Bodensee. Im Gegenteil: Die Gefährlichkeit von Spinnen und Spinnenbissen werde in der Schweiz wahrscheinlich überschätzt. Er selber habe schon mehrere, meist harmlose Spinnenbisse gesehen.
Bisher keine Untersuchung
Insgesamt seien Spinnenbisse wohl relativ selten: Von 2000 bis 2010 erhielt das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum jährlich 33 Anfragen deswegen. Medizinisch und biologisch überprüft sind diese Bisse praktisch nie. Um Klarheit zu schaffen, lanciert Gnädinger nun mit Kollegen des Tox-Zentrums und einem Spinnenspezialisten der Universität Bern eine Studie.
Beim Arzt melden
Die Bevölkerung ist dazu aufgerufen, Spinnenbisse in den Monaten Juni bis November 2011 zu melden, wenn deswegen eine ärztliche Behandlung nötig wurde. Die Meldung sollte über den Hausarzt oder den Spitalnotfall erfolgen. Interessiert sind die Forscher sowohl an Vorfällen mit einheimischen als auch mit eingeführten tropischen Spinnen. Wenn möglich sollten die Gebissenen die Spinne einfangen und zur Identifizierung einschicken. (zuers)
