Dutzende Chinesen sterben bei Doppel-Erdbeben
Wo die Erde bebte: Das Epizentrum liegt cirka 15 Kilometer von Yiliang in der Provinz Yunnan. (SRF)
Bei zwei Erdbeben innerhalb einer Stunde sind im Südwesten Chinas mindestens 64 Menschen ums Leben gekommen. 715 weitere Bewohner seien am Freitag in der bergigen Region verletzt worden, teilte die Provinzregierung mit. Das sind deutlich mehr als ursprünglich vermutet.
Etwa 39'000 Wohnhäuser seien zerstört oder beschädigt worden. Über 200 '000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, wie es weiter hiess. Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao machte sich einem Bericht des Staatsfernsehens zufolge auf den Weg in die Krisenprovinz, um sich über den Stand der Rettungsarbeiten zu informieren. Auch Mitarbeiter des Roten Kreuzes fuhren in das Erdbebengebiet.
Häuser aus Holz und Lehm
Die beiden Erdstösse erreichten Stärken von 5,7 und 5,6, wie die chinesische Erdbebenwarte mitteilte. Das Epizentrum war rund 15 Kilometer von Yiliang in der Provinz Yunnan entfernt. Auch in den benachbarten Provinzen Guizhou und Sichuan seien die Beben zu spüren gewesen.
Dutzende Nachbeben erschüttertem die Region noch im Nachhinein. Ein Rot-Kreuz-Sprecher sagte, viele Häuser in der Katastrophenregion seien nur aus Holz und Lehm gebaut gewesen. Deshalb seien sie auch sehr schnell eingestürzt. (basn,wedj; sda/dpa/afp)
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