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Dienstag, 11.9.2012

Gute Bildungschancen für Schweizer Jugendliche

Die Bildungs- und Berufschancen der Jugendlichen haben sich in den letzten Jahren nur in wenigen Ländern nicht verschlechtert. Auch die Schweiz gehört zu dieser kleinen Gruppe. Das zeigt eine neue OECD-Studie.

Wissen im Gepäck: Die Schweiz steht mit ihrem Bildungssystem auch bezüglich Beschäftigung gut da, wie eine OECD-Studie zeigt. (Keystone)

OECD-Bildungsbericht 2012: Bildung lohnt sich

Der Bildungsbericht der OECD und der EU betont die Bedeutung der Bildung. Bildung lohne sich für die Menschen und für die Nationen. Deshalb sparen auch krisengeschüttelte Staaten bei der Bildung nicht.

Beitrag aus Rendez-vous vom Dienstag, 11.9.2012, 12.30 Uhr, DRS 1, DRS 2, DRS 4 News und DRS Musikwelle

Die Schweiz muss sich einer Überalterung der Lehrkräfte stellen. Dafür haben junge Erwachsene in der Schweiz weiterhin gute Chancen in Bildung und Beruf. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Im OECD-Durchschnitt stieg der Anteil der 15- bis 29-Jährigen, die weder eine Beschäftigung hatten noch sich in schulischer oder beruflicher Ausbildung befanden, auf 15,8 Prozent. In der Schweiz lag er bei den erhobenen Zahlen von 2010 bei 9,7 Prozent, in Deutschland bei 12 Prozent.

In ihrer Medienmitteilung vom Dienstag hält die OECD fest, dass die Arbeitslosenquote zwischen 2008 und 2010 für alle Bildungsniveaus in der OECD um mehrere Prozentpunkte nach oben ging. Am deutlichsten war der Anstieg bei den Geringqualifizierten von 8,8 auf 12,5 Prozent. In der Schweiz stieg dieser Anteil im angegebenen Zeitraum von 6 auf 8 Prozent.

«Bildung, Beschäftigung und Wohlstand sind eng miteinander verknüpft», erklärte dazu die Leiterin des OECD-Bildungsdirektorats, Barbara Ischinger, bei der Präsentation des Berichts «Bildung auf einen Blick 2012» in Berlin. Wolle man den Wohlstand steigern und die gesellschaftliche Ungleichheit bekämpfen, «führt an der Bildung kein Weg vorbei».

Berufslehre sinnvoll
In der Schweiz, Österreich und den Niederlanden werden mehr als 70 Prozent der Abschlüsse in berufsvorbereitenden und berufsbildenden Lehrgängen erlangt.

In Griechenland, Kanada, Ungarn und der Türkei liegt der Anteil dagegen bei unter 30 Prozent. In der Europäischen Union wird versucht, die Berufslehre, wie man sie in der Schweiz oder Österreich kennt, in den EU-Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit einzuführen.

Die berufliche Ausbildung findet in der Schweiz sogar mehr Anklang bei Frauen als bei Männern. Wie die OECD-Studie festhält, liegt der Anteil der 25- bis 64-jährigen Frauen, die über einen derartigen Abschluss verfügen, in der Schweiz über jenem der Männer.

Überalterung der Lehrkräfte
Eine Herausforderung erwächst diversen Ländern durch die zunehmende Überalterung der Lehrkräfte. Zwischen 1998 und 2010 ist der Anteil der 50- oder über 50-jährigen Lehrerinnen und Lehrer im Sekundarbereich (also bis und mit Gymnasium) von 28,8 auf 34,2 Prozent gestiegen.

Sehr stark ausgeprägt war die Steigerung unter anderem in Deutschland, Österreich, Norwegen und der Schweiz. Am stärksten war der Anstieg in Österreich mit 22 Prozent, in Deutschland lag er bei 10 Prozent und in der Schweiz bei 9 Prozent.

In den von der Überalterung der Lehrkräfte betroffenen Ländern müssten die Regierungen «deutlich stärkere Anreize» für junge Menschen schaffen, sich für den Lehrerberuf zu entscheiden, schreibt die OECD. Finanzielle Engpässe, vor allem durch Pensionszahlungen und medizinische Versorgung der Lehrkräfte im Ruhestand, dürften die Regierungen laut OECD unter Druck setzen.


Viele ausländische Studenten
Bezüglich Studium stiegen in allen 34 OECD-Ländern die Abschlussquoten im Tertiärbereich A (Bachelor oder Master) zwischen 1995 und 2010. Den stärksten Anstieg seit 1995 mit einer Wachstumsrate von mehr als 8 Prozent weisen die Schweiz, Österreich, die Slowakei, Tschechien und die Türkei auf.

Ausländische Studierende stellen in der Schweiz, Australien, Luxemburg und Österreich mindestens 10 Prozent der eingeschriebenen Studierenden. In weiterführenden, forschungsorientierten Studiengängen sind es in der Schweiz, Schweden, Österreich und Luxemburg sogar mehr als 20 Prozent der eingeschriebenen Studierenden. (bru;basn;prus, sda)

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Mittwoch, 22.2.2012

Mehr Geld für Bildung und Forschung

Der Bundesrat will mehr in Bildung, Forschung und Innovation investieren. Für die nächsten vier Jahre sind es 26 Milliarden Franken. Innovation sei der «einzige Rohstoff» der Schweiz, begründet die Landesregierung ihre Forderung.   Mehr


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