IAEA: Russland und China stimmen Resolution zu
Verägerte Reaktion des Irans: Das Land stellt die Kooperation in Frage. (Keystone)
Von Fredy Gsteiger, diplomatischer Korrespondent
Der Unterschied ist frappant: Im Fall Syrien sind die Uno-Vetomächte völlig zerstritten. Russland und China stehen weiter stramm zum Assad-Regime. Im Fall Iran hingegen lancierten die beiden Grossmächte jetzt gemeinsam mit den westlichen Staaten eine Resolution.
Die Angst vor dem iranischen Atomprogramm ist offenkundig auch in Moskau und Peking gross; grösser als das Entsetzen über die 20'000 Toten in Syrien.
Kuba ist dagegen
Die vom Gouverneursrat der Uno-Atombehörde mit nur einer Gegenstimme, jener Kubas, beschlossene Resolution kritisiert den Iran, weil er sich weigert, die Uran-Anreicherung einzustellen.
Das Land müsse jegliche Zweifel zerstreuen, dass es nach Atombomben strebt. Das heisst, es müsse der IAEA unverzüglich volle Transparenz und vollen Zugang zu seinen verdächtigen Anlagen gewähren.
Politischer Druck erhöhen
Die Formulierungen sind scharf. Trotzdem sind sie nicht als Schritt hin zu einer militärischen Eskalation zu werten. Im Gegenteil, es soll der politische Druck erhöht werden, damit der Iran endlich nachgibt in den diplomatischen Verhandlungen.
Diese sind nämlich, nach grossen Hoffnung Anfang Jahr, an einem toten Punkt. Und zwar sowohl jene mit den Uno-Vetomächten als auch jene mit der Uno-Atombehörde. Teheran bewegt sich keinen Millimeter.
Iran reagiert verärgert auf die Resolution: Sie stelle die kooperative Atmosphäre in Frage, sagt dessen IAEA-Botschafter. Bloss: Die Atmosphäre ist keineswegs kooperativ. Fraglich ist auch, wieviel es inzwischen noch brächte, wenn die Uno-Inspektoren tatsächlich bald die umstrittene Militäranlage in Parchin besuchen dürften.
Dort soll das Regime etwa Atombombenzünder entwickelt haben. Doch in den letzten Wochen fanden in Parchin umfangreiche Säuberungsarbeiten statt – um sämtliche Spuren zu vertuschen, wie vermutet wird. (basn;luek)
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