Nach Schlägerei: Clubleitung der Flyers distanziert sich
Geht in der Regel friedlich: Fans von unterschiedlichen Hockeyclubs am Fachsimpeln. (Keystone)
Gemäss den Angaben des 23-Jährigen habe sich im Anschluss an das Hockeyspiel in Kloten eine Gruppe von mehreren Personen zum Pub in Zürich begeben. Vor dem Lokal sei es zu verbalen Provokationen gekommen, in deren Verlauf das Opfer tätlich attackiert worden sei. Das 18-jährige Opfer erlitt schwere Kopfverletzungen und konnte noch nicht befragt werden.
Schickli: «Das sind keine Fans»
Im «Regionaljournal» äussert sich Wolfgang Schickli, Geschäftsführer beim Klotener Eishockeyclub, betroffen: «In diesem Zusammenhang darf man nicht von Fans reden. Was diese Leute getan haben, ist absolut verwerflich.» Er hoffe, dass nun die Rivalität zwischen den ZSC- und Flyers-Fangruppierungen wegen des Vorfalls nicht eskaliere. Genau aus diesem Grund würden sich die Fangruppen am Dienstagabend treffen. Geplant ist, dass sie sich ihrerseits in einer gemeinsamen Erklärung vom Vorfall in Oerlikon distanzieren.
Weniger Hemmungen, mehr Gewalt
Schickli räumt ein, dass die Clubleitung vermehrt den Dialog mit den Fans pflegen müsse und wolle. Erst seit kurzem hätten auch die sogenannten Ultras, der harte Kern der Flyers-Fans, für diesen Zweck einen Delegierten benannt.
Die wieder zunehmende Gewalt im Umfeld von Eishockey-Spielen verfolgt auch Bruno Keller, Chef der Sicherheitspolizei im Kanton Zürich, mit Sorge. Zum konkreten Fall konnte er sich nicht äussern. Er stelle einfach fest, dass die Hemmschwelle für Gewaltausbrüche gesunken sei. (wyey, kerf, ster)
