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Dienstag, 18.9.2012

Französisches Klatschheft muss Fotos abgeben

Die Paparazzi-Fotos von Prinz Williams Frau Kate kommen in Frankreich unter Verschluss. Die Bilder der Herzogin muss das Klatschblatt «Closer» ans Königshaus abgeben. In Italien und Irland zirkulieren die Fotos aber weiter.

Die Weiterverbreitung der heimlich gemachten Bilder der Frau des Prinzen wurde in Frankreich verboten. (Keystone)

Der Strafantrag der Royals gegen unbekannt zeigt Wirkung: Die heimlich aufgenommen Fotos von Kate beim Sonnen ohne Bikinioberteil dürfen nicht weiter verbreitet werden, wie ein Gericht in Nanterre bei Paris entschied. Gleichzeitig wurden in Frankreich Vorermittlungen für ein Strafverfahren aufgenommen.

Fotos gehen ans Königshaus
Nach der Entscheidung muss die Zeitschrift «Closer» alle Fotos der Serie innerhalb von 24 Stunden an das englische Königshaus aushändigen. Dem Magazin droht sonst eine Strafe von 10’000 Euro. Die aktuelle Ausgabe darf weiter verkauft werden. Die Bilder der dreissigjährigen Kate kursieren nicht nur im Internet, sondern sind inzwischen in Irland und Italien nachgedruckt worden.

Unabhängig von diesem ersten juristischen Erfolg für das Königshaus wurden auch Vorermittlungen für ein Strafverfahren eingeleitet. In Frankreich kann sich ein solches Verfahren gegen Fotografen oder Redaktoren, aber auch gegen juristische Personen richten, also zum Beispiel das Klatschmagazin. Bei einer Verurteilung drohen bis zu 45’000 Euro Strafe und ein Jahr Haft.

Irischer Chefredaktor suspendiert
In Irland wurde nach der Veröffentlichung der sensationslüsternen Bilder der Chefredaktor der Zeitung «Irish Daily Star» suspendiert. Die Zeitung hatte einige der Bilder gedruckt. Die Ausgabe war nur in Irland erhältlich, nicht in Grossbritannien.

«Chi» verteidigte die Veröffentlichung
Seiner «bescheidenen Meinung» nach sollte der Palast die Sache «mit typischem britischem Humor nehmen», schrieb Alfonso Signorini, Chefredaktor des Magazins «Chi» bereits am Montag. Das Klatschmagazin hatte eine 28-seitige Sonderausgabe mit 18 Paparazzi-Fotos veröffentlicht. «Chi» gehört zum Medienimperium von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi.

Dieser habe mit der Veröffentlichung nichts zu tun, schrieb seine Tochter Marina in der Zeitung «La Repubblica». Sie reagierte damit auf Kritik, ihr Vater habe eine Verbreitung der Bilder nicht verhindert.(lin;pet, dpa/sda)

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