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Freitag, 21.9.2012

Kanton Glarus kämpft mit Tourismus-Einbruch

Minus 20 Prozent im Juli: So viel beträgt im Vorjahresvergleich der Rückgang bei den Logiernächten im Kanton Glarus. Der Rückgang sei darauf zurückzuführen, dass die Gastgeber zu unfreundlich seien, meinen Kritiker - was von offizieller Seite bestritten wird.

Dem Kanton Glarus laufen die Touristen davon. (Keystone)

Nicht nur der Umgang mit den Gästen sei generell zu unfreundlich, auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimme vielfach nicht. So erklärt Mark Feldmann den Rückgang bei den Logiernächten. Feldmann ist im Tourismussektor tätig, betreibt unter anderem eine Tourismus-Webseite und kommt eigenen Angaben zufolge oft mit Gästen in Kontakt. Auf deren Rückmeldungen baut seine Kritik.

Kanton nimmt Rückgang ernst
Dass die Glarner Gastgeber zu unfreundlich seien, bestreitet Stefan Elmer, Zuständiger für die Tourismus-Förderung im Kanton, vehement. Gleichwohl nimmt auch er den Logier-Rückgang ernst. Die Gründe dafür lägen vor allem in der Frankenstärke und darin, dass im Glarnerland einige Hotelbetriebe zugegangen seien. Er hofft, dass sich die Zahlen im Herbst wieder stabilisieren. Bereits im vergangenen Jahr habe der Kanton Massnahmen zur Unterstützung des Tourismus beschlossen.

Neue Fachstelle für den Tourismus
Der Kanton und die drei Glarner Gemeinden haben beschlossen, eine Fachstelle für Tourismus einzurichten. Diese hat im Juli nun ihren Betrieb aufgenommen. Oberstes Ziel der Anstrengungen ist es, die Toursimus-Angebote im Glarnerland besser zu koordinieren und aufeinander abzustimmen. (wehm)

 

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Markus Wehrli


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