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Samstag, 22.9.2012

Weltweite Demonstrationen gegen Anti-Islam-Film

Die Proteste gegen den islamfeindlichen Film aus den USA reissen nicht ab: In Pakistan, Bangladesch und Nigeria sind erneut tausende Menschen auf die Strasse gegangen. Auch in der Schweiz und in Deutschland demonstrierten Muslime.

In Bern forderten Muslime einen besseren Schutz der religiösen Gefühle. (Keystone)

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In Pakistan haben am Samstag erneut tausende Menschen gegen den islamfeindlichen Film aus den USA demonstriert. In der pakistanischen Hauptstadt Islambad marschierten mehr als 5000 Menschen, darunter hunderte Frauen, auf das Parlament zu.

Sie riefen Parolen wie «Wir lieben unseren heiligen Propheten» und «Bestrafung für die, die unseren Propheten erniedrigt haben». In Lahore veranstaltete die islamistische Gruppe Jamaat-ut-Dadwa eine Protestkundgebung vor dem US-Konsulat. Auch in Karachi waren Proteste geplant.

Nigeria und Bangladesch
In Bangladeschs Hauptstadt Dhaka gingen Sicherheitskräfte mit Tränengas gegen Teilnehmer einer nicht genehmigten Demonstration vor. Teilnehmer warfen dabei Steine in Richtung der Polizei. Medienberichten zufolge gab des mindestens 30 Verletzte und 40 Festnahmen.

Auch im muslimisch geprägten Norden Nigerias demonstrierten Tausende gegen den Schmähfilm. Die Demonstration in der Stadt Kano verlief aber trotz wütender Parolen über den Streifen «Unschuld der Muslime» friedlich.

Schweiz und Deutschland
In der Schweiz versammelten sich rund 200 Muslime auf dem Helvetiaplatz in Bern. Sie forderten einen besseren Schutz der religiösen Gefühle in der Schweiz und kritisierten den umstrittenen Mohammed-Film aus den USA.

Zur Kundgebung hatten der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) und vier weitere muslimische Organisationen aufgerufen. Sie hätten ursprünglich einen Demonstrationszug zur US-Botschaft in Bern oder zum Bundesplatz durchführen wollen.

Und in Deutschland zogen in Dortmund rund 1500 Muslime aus Protest gegen den islamfeindlichen Mohammed-Film friedlich durch die Innenstadt. In Karlsruhe startete ein Protestzug mit zunächst 200 Teilnehmern. Auf Plakaten in Dortmund hiess es: «Nein zu Gewalt, Ja zu Toleranz.» Einige Demonstranten hielten Deutschlandfahnen hoch und zeigten Bilder, auf denen Muslime und Christen gemeinsam religiöse Schriften lesen.

Gegen den Film «Die Unschuld der Muslime», in dem der Prophet Mohammed verunglimpft wird, gibt es seit mehr als anderthalb Wochen Proteste in der islamischen Welt. (fors, sda/dpa)

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