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Dienstag, 25.9.2012

Haupttäter des Panscher-Netzes gefasst

Drei Wochen nach Beginn des tödlichen Skandals um gepanschten Alkohol hat die tschechische Polizei die beiden Köpfe des Giftmischerringes gefasst. Ein 42-Jähriger aus Mähren habe ein volles Geständnis abgelegt.

Ein Spirituosenhändler in Prag räumt Mitte September infolge der tödlichen Panscherei die Gestelle. (Archiv Reuters)

Die tschechische Polizei hat die Hersteller des tödlichen Pansch-Alkohols aufgespürt und festgenommen. «Wir wissen, wer das Gemisch hergestellt und wer die Chemikalien zugeliefert hat», sagte Polizeipräsident Martin Cervicek.

An der Spitze der Panscher-Bande standen danach zwei Beschuldigte aus Mähren. Die Ermittlungen würden aber erst beendet, wenn das gesamte illegale Verteilersystem aufgedeckt sei. Mindestens 25 Menschen sind in Tschechien nach dem Konsum von mit Methanol gepanschtem Alkohol gestorben.

Cervicek warnte, dass bis zu 15'000 Liter des hochgiftigen Methanol-Gemisches im Umlauf seien. Die Flüssigkeit wurde den Ermittlungen zufolge in gefälschte Spirituosen-Flaschen abgefüllt.

Verkaufsverbot bleibt bestehen
Es sei unklar, ob die Polizei jemals alle gefährlichen Schwarzmarkt-Flaschen werde aufspüren können. Seit anderthalb Wochen gilt in Tschechien ein Verkaufsverbot für harten Alkohol, um die Gefahr für die Verbraucher zu senken. Diese Massnahme bleibt zunächst bestehen.

Den Tätern an der Spitze des Giftmischer-Netzes, die schon am Wochenende gefasst wurden, drohen Haftstrafen von 12 bis 20 Jahren. «Sie wussten, dass sie Gesundheit und Leben der Menschen aufs Spiel setzen», sagte Staatsanwalt Roman Kafka.

Die beiden Männer arbeiteten in Firmen, die Scheibenwischer- Flüssigkeit für Autos herstellen. Dadurch hatten sie laut Polizei Zugang zum Industriealkohol Methanol. Ende August sollen die beiden Tschechen mehrere Tonnen einer gefährlichen Methanol-Mischung hergestellt und an illegale Abfüller von Schwarzmarkt-Spirituosen weiterverkauft haben.

Fünf Tonnen Methanol verschwunden
Diese verwendeten den billigen, giftigen Industriealkohol und umgingen so die Branntweinsteuer. Zehn Tonnen der Giftmischung konnte die Polizei sicherstellen, von weiteren fünf Tonnen fehlt jede Spur.

Als Hauptbeschuldigter gilt ein 42 Jahre alter Mann aus Ostrava, der nun mit den Ermittlern kooperiert habe. «Wir haben ein vollständiges Geständnis einschliesslich einer Beschreibung der Tat, seiner Motive und der Funktionsweise des Verteilernetzes», erläuterte Staatsanwalt Kafka. (bru, sda/dpa)

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Freitag, 21.9.2012

Tschechien verbietet Schnaps-Export

Nach dem Tod von 23 Menschen durch gepanschten Alkohol hat Tschechien einen sofortigen Ausfuhrstopp für alle hochprozentigen Spirituosen verhängt. Es geht um Produkte mit über 20 Prozent Alkohol, sagte Regierungschef Petr Necas.  Mehr


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