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Dienstag, 9.10.2012

BAZL: neue Anflugrouten auf den Flughafen Zürich

Ein Bericht des Bundesamtes für Zivilluftfahrt läutet ein neues Kapitel im Fluglärmstreit mit Deutschland und dem dazu gehörenden Staatsvertrag ein. Im Bericht listet das BAZL mögliche Anflugrouten auf den Flughafen Zürich auf. Zusätzlich ist die Rede von gekrümmten West- und Ostanflügen.

Das BAZL präsentiert alte und neue Anflugrouten für den Flughafen Zürich. (zvg)

Zürich - wem droht mehr Fluglärm?

Alle wollen fliegen, aber niemand will den Lärm: die Diskussion, über welche Gebiete der Flughafen Zürich angeflogen werden darf, wird seit Jahren heftig geführt. Jetzt listet das Bundesamt für Zivilluftfahrt verschiedene Anflugrouten auf und bewertet sie.

Beitrag aus Rendez-vous vom Dienstag, 9.10.2012, 12.30 Uhr, DRS 1, DRS 2, DRS 4 News und DRS Musikwelle

Insgesamt sind sechs mögliche Anflugrouten auf den Flughafen Zürich vorgesehen. Und der Bericht zeigt auch Vor- und Nachteile auf - in Bezug auf die Kriterien Sicherheit, Kapazität und Fluglärm. Gemäss einem Sprecher des Bundesamtes dürften der Osten und der Norden der Schweiz künftig wohl mit mehr Fluglärm rechnen müssen.

Gekrümmter West- und Ostanflug
Neu ist im Bericht auch vom gekrümmten West- und Ostanflug die Rede. Die Anflugroute ist dabei ähnlich wie beim gekröpften Nordanflug - dieser war ursprünglich geplant mit einem Anflug auf Sicht, was das BAZL als zu unsicher beurteilte. Der gekrümmte West- und Ostanflug soll mit Hilfe von Satelliten-Technik geflogen werden.

Allerdings sind diese Varianten noch nicht spruchreif. «Das ist Zukunftsmusik», sagt Flughafen-Sprecherin Sonja Zöchling. «Man muss die Technik erst entwickeln aufgrund der neuen Technologien.» Wann genau dies der Fall sein wird, kann weder das BAZL noch der Flughafen Zürich sagen.

Bis am 15. November 2012 können sich der Flughafen Zürich, die Flugsicherung Skyguide und die betroffenen Kantone Zürich, Aargau, Schaffhausen, Thurgau, St. Gallen und Schwyz äussern.

Klagen aus der Bevölkerung
Nicht miteinbezogen wird allerdings die Bevölkerung. Die Fluglärm-Organisationen rund um den Flughafen sind deshalb empört. Der Süden etwa stört sich an den neuen Starts über sein Gebiet. Der Osten moniert, dass vor allem am Abend mehr Flugzeuge über den Osten anfliegen - und dass diese auch noch tiefer anfliegen dürften als bisher.

Vor allem sind die Bürgerorganisationen verärgert, weil sie kein Mitspracherecht haben. «Wir werden beim Bundesverwaltungsbericht Einsprache erheben», sagt Fritz Kauf vom Bürgerprotest Fluglärm Ost. Und auch im Norden überlegt man sich rechtliche Schritte.

Erste Entscheidung Ende Jahr
Offiziell sind nun aber erstmals die Kantone, der Flughafen und die Skyguide am Zug. Ende Jahr will dann der Bundesrat entscheiden, welche Anflug-Varianten tatsächlich in Frage kommen. (fren)

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Mittwoch, 29.8.2012

Verteilung des Fluglärms weiterhin offen

Der Fluglärm-Vertrag mit Deutschland wird am kommenden Dienstag in Bern unterzeichnet. Wo es in der Schweiz zusätzlichen Fluglärm gibt, ist jedoch noch offen. Ein erstes Treffen zwischen Verkehrsministerin Doris Leuthard und der Begleitgruppe am Mittwoch brachte noch keine Lösungen.  Mehr


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