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Freitag, 12.10.2012

Koblenz: Kanton plant Asylunterkunft in altem Hotel

Der Sozialdienst des Kantons Aargau möchte in Koblenz eine Unterkunft für etwa 70 Asylsuchende einrichten. Er will das ehemalige Hotel Verenahof beim Bahnhof anmieten und als Asylunterkunft umnutzen. Dies schreibt die Gemeinde Koblenz in einer Mitteilung.

Das Aargauer Parlament kann sich grosse Asyl-Zentren für mindestens 500 Asylbewerber vorstellen (Symbolbild, Keystone)

Im alten Hotel Verenahof beim Bahnhof Koblenz möchte der Kanton Aargau eine Unterkunft für rund 70 Asylsuchende einrichten. Der Kanton hat bei der Gemeinde ein entsprechendes Baugesuch für die Umnutzung der Liegenschaft eingereicht.

Der Gemeinderat Koblenz hat keine grosse Freude an den Plänen. Man wolle wachsen, hiess es auf Anfrage. Angesichts der geplanten Wachstumsstrategie könne die Gemeinde jetzt kein derart grosse Asylunterkunft brauchen, liess Vizeammann Roland Christen ausrichten.

Die Bevölkerung soll an einer Informationsveranstaltung am Freitag 19. Oktober detailliert über die Pläne informiert werden. Departementssprecher Balz Bruder macht aber klar, dass der Kanton diese Asylunterkunft in Koblenz dringend brauche. «Unsere Anlagen sind stark überbelegt. Wir benötigen darum kantonsweit in den nächsten Monaten mehrere hundert neue Plätze.»

Direkte Information gefordert
Der Kanton ist seit längerer Zeit mit dem Gemeindrat im Gespräch. Der Hausbesitzer des Verenahofs hat sein Einverständnis schon gegeben, nun fehlt noch das OK der Gemeinde. An der geplanten Informationsveranstaltung soll jetzt auch die Bevölkerung direkt informiert werden.

Der Kantonale Sozialdienst gibt dann einen Einblick in das Asylwesen des Kantons, informiert über die geplante Umnutzung des Verenahofs, stellt das Unterbringungs- und Betreuungskonzept vor und beantwortet Fragen der Bevölkerung.

Bedenken ernst nehmen
Dass die Bevölkerung kaum Freude an der geplanten Unterkunft hat, ist auch Balz Bruder bewusst. Aber er macht auch klar, dass die Gemeinden verpflichtet sind, an der Lösung der Asylfrage mitzuwirken. Man nehme aber die Bedenken der Bevölkerung ernst, betonte Bruder weiter, und werde alles Mögliche vorkehren, damit die geplante Asylunterkunft keine Probleme bereite.

Der Aargau betreibe rund 50 Asylunterkünfte im ganzen Kanton und beherberge darin rund 1500 Menschen, schreibt der Kanton in einer Mitteilung. (bras, meb, capa)

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Audio-Beiträge:


Beitrag
Hören (2:02)

Balz Bruder vom kantonalen Sozialdepartement im Interview mit Andreas Capaul
Hören (4:30)

Verantwortlich für diesen Beitrag:

Andreas Capaul


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