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Samstag, 13.10.2012

IWF-Staaten umschiffen Griechenland-Frage

In Tokio ist die Jahrestagung vom Internationalen Währungsfonds und der Weltbank zu Ende gegangen. Noch im Vorfeld hatte es Streit rund um das krisengeplagte Griechenland gegeben. Doch zwei Tage später war davon nichts mehr zu spüren.

IWF-Direktorin Christine Lagarde will rasch Massnahmen einleiten. (Reuters)

Wie US-Ökonom Eichengreen die Euro-Krise sieht

Die IWF ruft zu entschlossenem Handeln gegen die Krise in Europa auf. Der US-Ökonom Barry Eichengreen beobachtet Europa schon lange. Ein Gespräch.

Beitrag aus Echo der Zeit vom Samstag, 13.10.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Von Wirtschaftsredaktorin Maren Peters

Der grosse Showdown ist ausgeblieben. Dabei hatten sich IWF-Direktorin Christine Lagarde und der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble noch vor zwei Tagen in den Haaren gelegen. Auslöser war der Vorschlag Lagardes, den Griechen zwei Jahre mehr Zeit für die Umsetzung der Reformen zu geben. Schäuble wollte davon nichts wissen.

Am Ende der Tagung wurde das sensible Thema sorgfältig umschifft. Christine Lagarde sagte nur sehr allgemein: Das Tempo und die Art von Reformen müsse von Land zu Land entschieden werden.

Soweit ist auch Wolfgang Schäuble einverstanden. Der deutsche Finanzminister bekräftigte aber noch einmal seine Position, dass es bei Griechenland jetzt erst einmal darum gehen müsse, das zweite Hilfspaket im Umfang von 31,5 Milliarden Euro auf den Weg zu bringen.

Entscheidung nächste Woche
Ob diese Tranche ausgezahlt wird, darüber streitet die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und EZB noch. Denn die Griechen hinken bei den Reformen hinterher. Der Entscheid fällt nächste Woche. Erst dann sei es an der Zeit, über mehr Zeit für Griechenland zu diskutieren, sagte Schäuble.

Im Übrigen, sagte er, seien die Europäer gar nicht so schlecht in der Umsetzung der Reformen, das sei ihm hier in Tokio immer wieder gesagt worden. Damit kann er allerdings die Umsetzung der wichtigsten Reform gemeint haben: die europäische Bankenunion.

Während EU-Währungskommissar Olli Rehn sich zuversichtlich zeigte, dass das Riesenprojekt ab Anfang kommenden 2013 laufen kann, erwartet EZB-Chef Mario Draghi dies erst ein Jahr später. Aber ob sie nun 2013 käme oder ein Jahr später sei nicht entscheidend, sagte er. Hauptsache, sie komme überhaupt. Und daran bestehe kein Zweifel.

Wenig Ergebnisse
Viele Worte, Mahnungen hier und Versprechen da - substanzielle Ergebnisse hat diese Jahrestagung von Währungsfonds und Weltbank nicht gebracht. In Sachen Eurokrise richten sich die Augen bereits auf den EU-Gipfel Ende kommender Woche. Hier wird dann tatsächlich entschieden, wie es weitergeht mit Griechenland. (fors)

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Mittwoch, 10.10.2012

IWF warnt vor Kollaps wegen Euro-Krise

Der zögerliche Kampf der europäischen Regierungen gegen die Schuldenkrise führt die globalen Finanzmärkte an den Rand des Zusammenbruchs. So lautet eine neue Analyse des Internationalen Währungsfonds. Das Vertrauen ins Weltfinanzsystem sei «sehr brüchig» geworden.  Mehr


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