Island-Schweiz: Das unerwartete Schlagerspiel
Gökhan Inler (links) und Stephan Lichtsteiner bereiten sich vor fürs Training vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Island im Stadion in Reykjavik. (Keystone)
Auch 24 Stunden vor dem Spiel liess sich Ottmar Hitzfeld nicht in die Karten blicken und verriet nicht, wie er den gesperrten Eren Derdiyok ersetzen wird. «Alle Stürmer haben mein Vertrauen. Ich habe eine gute Auswahl und freue mich, dass mal ein anderer in einem Pflichtspiel von Beginn weg dabei sein kann.» Er werde erst am Spieltag entscheiden, wen er ins Team nehme.
Für die Stammspieler scheint klar, dass Mario Gavranovic den Vorzug gegenüber Nassim Ben Khalifa und Admir Mehmedi erhält. Valon Behrami und Gökhan Inler sprechen am Tag vor dem Spiel über die Vorzüge des FCZ-Stürmers.
«Gavranovic gibt dem Spiel Tiefe. Er bewegt sich gut und ist im Strafraum schlitzohrig», so Behrami. Mit Gavranovic hätten die Mittelfeldspieler mehr Platz zwischen den Linien in der gegnerischen Mannschaft.
Keine Zweifel
Das Remis gegen Norwegen habe keine Zweifel an den eigenen Qualitäten geweckt, so Behrami. Der Mittelfeldspieler räumte indes ein, dass die Mannschaft Mühe habe, «wenn sie Favorit ist und der Gegner seine Physis einsetzt.»
Gegen Island wird das wieder so sein. «Island wird uns läuferisch und kämpferisch alles abverlangen. Es gibt ein ähnliches Spiel wie gegen Norwegen», sagte Hitzfeld. Weil Island aber mit mehr Pressing spiele, erwarte er mehr Räume für die Schweizer.
Islands Coach Lars Lagerbäck muss auf sein zentrales Mittelfeldduo Helgi Danielsson (krank) und Aron Gunnarsson (gesperrt) verzichten. Für sie dürften Eggert Jonsson und Emil Hallfredsson ins Team rücken.
Jonsson ist einer von fünf Spielern in der erwarteten Startformation, die vor einem Jahr mit der U21-Auswahl die EM-Endrunde erreicht und in der Vorrunde gegen die Schweiz 0:2 verloren hatten.
Schweiz als Favorit
Für den Schweden Lagerbäck ist die Schweiz der Favorit – nicht nur in diesem Spiel, sondern auch in der Gruppe E. «Aber zu Hause können wir ein gutes Spiel machen.» Bei den Schweizern lobt er «die individuelle Klasse, die gute Organisation, die Qualitäten von Shaqiri im Dribbling und das flexible Passspiel in der Offensive». (basn, si)
Mehr zu den Stichwörtern:
