Schweiz erzwingt Sieg gegen Island
Erleichterung pur: Tranquillo Barnetta (li.) und Granit Xhaka jubelen nach dem Treffer in der 65. Minute. (Keystone)
Mit einem 2:0-Sieg gegen Gastgeber Island hat sich die Schweiz Nationalmannschaft auf dem ersten Rang der Gruppe festgesetzt. Der Sieg ist der dritte Erfolg in der Qualifikationsphase für die Weltmeisterschaft in Brasilien 2014.
Viel war der Elf von Ottmar Hitzfeld bis zum 1:0 Barnettas in der 65. Minute nicht gelungen. Zahlreiche Pässe fanden ihren Abnehmer nicht, der Auftritt gegen die Nummer 97 der Welt wirkte insgesamt fahrig.
Island mit Lattenschuss
Allerdings machten es die Isländer den Schweizern nicht einfach. Die Mannschaft von Coach Lars Lagerbäck spielte mutig nach vorne und erarbeitete sich mehrere gute Torchancen. Birkir Bjarnason kam einem Torerfolg nach einer Stunde am nächsten, als der Söldner von Serie-A-Aufsteiger Pescara bei seinem Abschluss nur die Latte traf.
Immer wieder Benaglio
Rettete bei Bjarnasons Knaller die Latte für Benaglio, so machte der Schweizer Keeper zuvor mehrere Chancen der Gastgeber mit tollen Reflexen zunichte. Schon nach einer Viertelstunde entschärfte er einen Freistoss von Tottenhams Gylfi Sigurdsson und kurz vor der Pause fischte er Alfred Finnbogasons Schuss aus der nahen Ecke.
Die Schweizer waren in den ersten 45 Minuten nur durch Gökhan Inler und Granit Xhaka einigermassen gefährlich in Erscheinung getreten.
Barnetta herrlich ins hohe Eck
Auch nach dem Seitenwechsel deutete vorerst nichts auf einen Torerfolg der Eidgenossen hin – bis Barnetta den Ball nach 65 Minuten von der Strafraumgrenze ins hohe rechte Eck zirkelte. «Das 1:0 fiel zum richtigen Zeitpunkt für uns», analysierte Hitzfeld. Sekunden zuvor hatte schon Valon Behrami nach einem Eckball den Führungstreffer auf dem Fuss gehabt.
Mario Gavranovic, der für den gesperrten Eren Derdiyok spielte, machte mit dem 2:0 in der 79. Minute alles klar. Für den FCZ-Stürmer war es bereits das vierte Tor im Nati-Dress im erst fünften Länderspiel. Nur zwei Minuten zuvor hatte Benaglio bei Finnbogasons Kopfball erneut mirakulös gerettet und den Ausgleich verhindert.
Schweiz souveräne Leaderin
Nach dem Perfekten Quali-Start mit 10 Punkten aus vier Partien belegt die Schweiz weiter den ersten Rang in der Gruppe E. Norwegen hat dank des 3:1-Siegs auf Zypern Island von Rang zwei verdrängt, liegt aber weiterhin drei Zähler hinter der Schweiz.
Für die Schweiz geht es in der WM-Quali am 23. März auf Zypern weiter. Fehlen wird dann Benaglio, der sich wegen Zeitspiels die zweite gelbe Karte eingefangen hat und damit gesperrt ist. Bis zum Duell mit den Zyprern stehen noch zwei Testspiele an: Am 14. November gegen Tunesien und am 6. Februar gegen Griechenland. (prus, sf)
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