Presse-Reaktionen auf Rücktritt von BKB-Chef
Die Filiale der BKB in Zürich sorgt für Ärger und Kritik (Keystone)
«In Basel hielt man sich die Augen zu» lautet der Titel des Kommentars im «Tages-Anzeiger». Der Kommentator schriebt über die Filiale der BKB in Zürich, die Ausgangspunkt des ASE-Debakels bei der BKB war: «Die Zürcher Dépendance der Basler hatte seit Jahren den legendären Ruf eines Akquisitionshauses, in dem jeder willkommen war, wenn er nur Geld mitbrachte».
Riskante Strategie
Auch der Kommentator der «Basler Zeitung» bemängelt die fehlende Kontrolle über die Filiale Zürich und die Strategie, welche die BKB mit der Filiale in Zürich verfolgt hat: «Tatsächlich ist die Strategie der BKB seit Langem auf starkes Wachstum ausgelegt. Und die damit verbundenen Risiken konnten auch dem Bankrat und der Politik nicht verborgen bleiben»
Basel hinter dem Mond?
Die «Basellandschaftliche Zeitung» spricht von einem naiven Verhalten der BKB-Leitung und dass die Bank zu leichtsinnig mit den Risiken umgegangen sei: «Die Leichtgläubigkeit, die in der Aussage mitschwingt, gibt zu denken. Lebt man in Basel hinter dem Mond? Hat man in den Zeitungen nicht über die zahlreichen Anleger-Betrugsskandale der letzten Jahre gelesen oder gehört?» (ern)
