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Dienstag, 30.10.2012

GR2022: Viele Potenziale, viele Ungewissheiten

Die Olympischen Winterspiele in Graubünden könnten dem Kanton potenzielle Umsätze von bis zu 2,3 Mrd CHF bringen. Das sagt eine Studie der Hochschule Luzern und der Berner Fachhochschule. In wie fern diese Potenziale ausgeschöpft werden, sei indes schwierig zu beurteilen.

Heinz Rütter hat die Auswirkungen von olympischen Spielen untersucht. (Keystone)

Wirtschaftlichkeit Olympischer Winterspiele 2022

Beitrag aus Rendez-vous vom Dienstag, 30.10.2012, 12.30 Uhr, DRS 1, DRS 2, DRS 4 News und DRS Musikwelle

In der Studie wurde die volkswirtschaftliche Bedeutung der geplanten Winterspiele untersucht. Folgende Punkte sind zentral:

Logiernächte: Im Zeitraum vor und während den Spielen besteht ein Potenzial für bis zu 775'000 zusätzliche Logiernächte im Kanton. Doch beschränkte Beherbergungskapazitäten in Graubünden und eine hohe Auslastung im Austragungszeitrum würden eine vergleichsweise geringe Tourismuswirkung im Kanton bewirken, so die Studie. Dies führe zu relativ vielen Tagesbesuchern mit entsprechend hohen Verkehrsbelastungen.

Bruttowertschöpfung: Die Studie geht von einer direkten und indirekten Wertschöpfung von bis zu 1,8 Mrd CHF in Graubünden aus. Das sind bis zu zwei Prozent am Bruttoinlandprodukt des Kantons. Aufgrund von Planungsunsicherheiten sind diese Zahlen aber noch stark variabel.

Arbeitsstellen: Die Winterspiele könnten im Kanton Graubünden einen Beitrag zur Gesamtbeschäftigung von bis zu 1,9 Prozent beitragen. Das hohe Arbeitsvolumen führe aber nur teilweise bzw. nur vorübergehend zu zusätzlichen Arbeitsplätzen, so die Studie.

Steuereinnahmen: Die durch die Spiele ausgelösten wirtschaftlichen Aktivitäten könnten bis zu 440 Mio CHF an Steuergeldern in die Bundeskasse spülen. Einberechnet sind insbesondere Einkommens-, Unternehmens- und Mehrwertsteuern.

Die Studie wurde vom Pro-Komitee in Auftrag gegeben. (zubt)

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