«Sandy» sorgt für eine Welle der Hilfsbereitschaft
Notunterkunft in Hampton Bay, New York: Das Mitgefühl mit den Betroffenen ist enorm. (Reuters)
Mehr als 80 Tote, Hunderttausende ohne Strom, die Wirtschaftsmetropole New York lahmgelegt: Am Tag zwei nach Hurrikan «Sandy» ist an der Ostküste der USA an Normalität nicht zu denken. Mehr
Nach Hurrikan «Sandy» ist die Anteilnahme mit den Betroffenen in den USA gross. Allein beim Amerikanischen Roten Kreuz trafen bislang mehr als elf Millionen Dollar Spendengelder ein. Ausserdem meldeten sich zahlreiche Prominente und Unternehmen. Der Medienunternehmer Rupert Murdoch etwa teilte auf Twitter mit, sein Unternehmen habe den betroffenen Familien in New York und New Jersey eine Million Dollar zur Verfügung gestellt.
Grösster Einzelspender will anonym bleiben
Mehrere Autobauer kündigten ebenfalls Geldleistungen an: Ford stellte 50'000 Dollar bereit, der japanische Konkurrent Toyota gar eine Million. Die Baseball-Mannschaft der New York Yankees versprach 500'000 Dollar.
Weitere Spenden dürfte ein kurzfristig angesetztes Benefizkonzert mehrerer Musikgrössen einbringen. Stars wie Bruce Springsteen, Jon Bon Jovi, Billy Joel und Christina Aguilera treten am Freitag im Rockefeller Center in New York auf. Der Erlös des Konzerts, das live im Fernsehen übertragen wird, soll dem Roten Kreuz zugute kommen.
Die grösste Einzelspende ging bislang von einem Unbekannten ein. Dieser habe der Stadt New York 2,5 Millionen Dollar zugesichert, sagte Bürgermeister Michael Bloomberg.
Iran bietet Hilfe an
Anteilnahme kam auch aus dem Ausland – unter anderem aus Ländern, deren politische Beziehungen zu den USA problematisch sind. So bot etwa Iran seine Hilfe an. Der Iranische Rote Halbmond habe grosse Erfahrung mit Stürmen und Überschwemmungen, sagte dessen Vorsitzender Mahmud Mosafar. Die Organisation stehe bereit, den Opfern in New York und anderen Städten zu helfen. Sollte die US-Regierung das Angebot annehmen, würden die iranischen Helfer umgehend nach Amerika aufbrechen.
Beileidsbekundungen kamen auch aus Kuba, wo «Sandy» mindestens elf Menschenleben forderte. Staatschef Raúl Castro drückte sein Bedauern über die Opfer in den USA und den anderen betroffenen Ländern aus. (krua; lin, dpa/sda/reuters)
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