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Freitag, 2.11.2012

Griechischer Journalist freigesprochen

Ein Gericht in Athen hat den griechischen Journalisten Kostas Vaxevanis freigesprochen. Er hatte eine Liste mit mehr als 2000 Namen möglicher Steuersünder veröffentlicht.

Kostas Vaxevanis wird nach seinem Freispruch von den Medien belagert. (Keystone)

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Beitrag aus Echo der Zeit vom Donnerstag, 30.8.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Der griechische Journalist, der hunderte Namen möglicher Steuerhinterzieher veröffentlicht hatte, ist vor Gericht freigesprochen worden. Der 42-jährige Chefredaktor der Athener Boulevardzeitschrift «Hot Doc», Kostas Vaxevanis, hatte in seinem Blatt eine Liste mit 2059 angeblichen Steuersündern publiziert.

Sie alle sollen unversteuerte Gelder aus Griechenland in die Schweiz überwiesen haben. Darunter waren auch einige Politiker und Journalisten sowie Hausfrauen und Studenten.

«Ich habe immer der Justiz vertraut», sagte Vaxevanis nach seinem Freispruch im Radio.

Prozess schon vier Tage nach der Anklage
Die Staatsanwaltschaft hatte den Journalisten erst am Sonntag angeklagt, schon am Donnerstag war nun der Prozess. Es sei nicht erwiesen, dass die genannten Menschen tatsächlich Steuersünder seien, hiess es zur Begründung der Anklage. Zudem würden mit der Veröffentlichung der Namen Persönlichkeitsrechte verletzt.

Die sogenannte «Liste Lagarde» beruht auf Informationen französischer Sicherheitskräfte und beinhaltet unter anderem auch Namen von griechischen Bürgern, die in den vergangenen zehn Jahren Geld in die Schweiz überwiesen haben.

Lagarde-Liste hin und her geschoben
Nach Presseberichten hatte 2010 die damalige französische Finanzministerin Christine Lagarde die Liste an griechische Behörden übergeben. Die Liste wurde jedoch fast zwei Jahre lang in verschiedenen griechischen Behörden hin und her geschoben. Lagarde ist heute Chefin des Internationalen Währungsfonds. (pet;krua, sda/dpa)

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«Die früheren Finanzminister wollen die Namensliste verlegt haben.» (Rodothea Seralidou, 2.11.2012)
Hören (1:23)

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