Lotsenstreik führt nur zu wenigen Ausfällen
Wegen der Streiks bei der französischen Luftfahrtbehörde erhielten an den Flughäfen Zürich, Basel und Genf zahlreiche Flüge Verspätung. Einzelne Flüge zwischen Frankreich und der Schweiz fielen aus.
Weil sich zwei Gewerkschaften nicht an dem Ausstand beteiligten, fielen die Beeinträchtigungen im Luftverkehr in und um Frankreich insgesamt jedoch weniger schwerwiegend aus als befürchtet, wie die Luftverkehrsbehörde DGAC mitteilte.
Zürich, Basel und Genf streichen Flüge
Bis Mittag fielen am Flughafen Zürich mehrere Flüge nach Paris aus, wie ein Mediensprecher sagte. Betroffen waren ein Hin- und Rückflug der Swiss und zwei der Air France. Zu nennenswerten Verspätungen sei es aber nicht gekommen.
Am Flughafen Basel-Mülhausen wurden zwölf Flüge annulliert, davon je fünf von und nach Frankreich, wie eine Flughafen-Sprecherin sagte.
In Genf war es bereits am Dienstagabend zu Verspätungen gekommen, wie ein Flughafensprecher sagte. Seit Mittwochmorgen seien insgesamt zehn Flüge annulliert worden. Da sich die Reisenden aber im Vorfeld informierten, habe es am Flughafen Genf keinen Andrang gegeben.
Nicht allzuviele Ausfälle in Frankreich
In Frankeich waren die Auswirkungen des Streiks weniger schlimm als befürchtet: Am Flughafen Orly südlich von Paris habe die Hälfte der Flüge stattgefunden, hiess es von der DGAC.
Auf dem Pariser Hauptflughafen Charles de Gaulles seien sogar 90 Prozent der geplanten Flüge abgefertigt worden. Die Air France gab an, ihre Langstreckenflüge seien nicht vom Streik betroffen.
Protest gegen einheitlichen EU-Flugraum
Die französischen Gewerkschaften hatten die Fluglotsen zu einem Streik von Dienstagabend bis Donnerstagmorgen aufgerufen, um gegen die Pläne der EU zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Luftraums zu protestieren.
Die EU will damit die Kontrolle des Luftraums effizienter machen. Bislang ist der europäische Luftraum in 27 unabhängige Lufträume der EU-Einzelstaaten aufgegliedert. (bat, sda)
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