Die USA ziehen sich Ende Jahr aus Irak zurück
Barack Obama. (Reuters)
US-Präsident Obama löst sein Versprechen ein und zieht seine Soldaten Ende Jahr aus Irak ab. Der Schritt erfolge im vollen Einverständnis mit der irakischen Regierung, teilte Obama nach einer Videokonferenz mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki mit.
Irakischer Sinneswandel?
Erst kürzlich hatte Irak die USA gebeten, nicht alle Soldaten abzuziehen, sondern noch US-Militärangehörtige im Land zu belassen, zum Beispiel als Trainer für irakische Sicherheitskräfte. Warum Irak jetzt den vollständigen Truppenabzug akzeptiert ist unklar.
Medien hatten zuvor berichtet, Irak habe sich geweigert den amerikanischen Soldaten weiterhin Immunität zu gewähren.
Planmässiger Abzug
Der Zweite Irak-Krieg hatte im März 2003 begonnen. Im vergangenen Juli hatten die USA bereits ihre Kampftruppen abgezogen. Rund 50'000 Soldaten wurden aber als Ausbilder und zur Unterstützung der Iraker zurückgelassen.
Nach einem Abkommen beider Länder mussten die Amerikaner bis Ende 2011 auch diese restlichen Soldaten abziehen. Bis zuletzt liefen aber in der irakischen Regierung Beratungen darüber, ob sie das auslaufende Mandat für die US-Truppen im Land verlängern soll. (bueb, dpa/reuters)
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