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Dienstag, 13.12.2011

Tunesien startet eine neue politische Ära

Tunesiens Präsident Moncef Marzouki hat als erster gewählter Staatschef des arabischen Frühlings seinen Amtseid abgelegt. Der ehemalige Dissident versprach, bessere Lebensbedingungen für alle Menschen in Tunesien zu schaffen.

Der neue tunesische Präsident Moncef Marzouki. (Keystone)

In Tunis haben die Abgeordneten des Übergangsparlaments mit 153 von 202 Stimmen Moncef Marzouki, Vorsitzender der Partei Weltliche Versammlung, zum neuen Präsidenten gewählt. Er legte vor der  seinen Eid ab.

Bessere Lebensbedingungen für alle
Vor der verfassungsgebenden Versammlung legte der ehemalige Dissident den Eid ab und versprach, der «Präsident aller Tunesier» zu sein. Er werde keine Mühe scheuen, das Leben seiner Landsleute zu verbessern.

Er werde das «Recht auf Gesundheit, das Recht auf Bildung und das Recht der Frauen» gewährleisten, fügte Marzouki hinzu. Mit Tränen in den Augen würdigte er die «Märtyrer der Revolution», ohne deren Opfer er jetzt nicht hier stünde.

Neue politische Ära
Ein Volksaufstand hatte Marzoukis Vorgänger, den langjährigen Machthaber Zine al-Abidine Ben Ali im Januar gestürzt. Mazouki hatte Ben Ali stets bekämpft, wofür der 66-Jährige von vielen Tunesiern sehr geachtet wird.

Marzouki wird in der Regierung den säkularen Gegenpol zu der dominierenden politischen Kraft, der gemässigt-islamistischen Ennahda darstellen. Der Ennahda-Generalsekretär, Hamadi Jbeli, wird Ministerpräsident. Marzoukis Mitte-links-Partei wurde bei den ersten freien Wahlen in Tunesien zweitstärkste Kraft, hinter der islamistischen Ennahda-Partei, mit der sie sich verbündet hat.

Denkmal für Bouazizi
Vor einem Jahr hatte die Revolution im unbedeutenden tunesischen Ort Sidi Bouzid begonnen. Der Gemüsehändler Mohammed Bouazizi hatte sich aus Verzweiflung über die Willkür der Behörden verbrannt und damit einen Flächenbrand in der arabischen Welt ausgelöst. Der «Arabische Frühling» fegte das autoritäre Regime in Tunis weg, aber auch jenes in Kairo und in Tripolis. (bat, reuters/dpa)

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Der neue Präsident Tunesien kämpft seit Jahrzehnten für einen politischen Wandel. (Alexander Gschwind, 13.12.2011)
Hören (2:58)

Mittwoch, 26.10.2011

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