Fairness für Indigene Völker
Al Womble, Häuptling der Cheyenne Mardi Gras am New Orleans Jazz Festival 2012. (Keystone Archiv)
Der Uno-Berichterstatter für die Rechte der Ureinwohner, James Anaya, hat die US-Regierung zur Rückgabe von Land an die Indianer aufgerufen. «Das Gefühl des Verlusts, der Entfremdung und der Empörung ist unter Indianern weit verbreitet», erklärte Anaya.
Es sei offenkundig, dass noch immer nicht ausreichend Massnahmen getroffen worden seien, um das Erbe der Geschichte der Unterdrückung zu überwinden. Es bleibe noch viel zu heilen, erklärte Anaya.
Rückgabe heiliger Gebiete
Der Uno-Experte nannte den Verlust von Land als besonders schmerzhaften Punkt.
Unter anderem müssten die Betroffenen die Kontrolle über Gebiete erhalten, die ihnen heilig seien. Dazu gehörten die San Francisco Peaks und die Black Hills in South Dakota.
«Die Sicherung der Rechte indigener Völker an ihrem Land ist von zentraler Bedeutung für ihre sozio-ökonomische Entwicklung, Selbstbestimmung und kulturelle Integrität», betonte Anaya.
Keine ausreichende Aussöhnung
Zugleich wies Anaya auf die Probleme hin, die durch den Bergbau entstünden. So sei beispielsweise das Grundwasser in diesen Gebieten verunreinigt worden. Der Schutz ihres Landes, ihrer Ressourcen und ihrer heiligen Stätten sollte daher verstärkt werden, forderte der Uno-Beauftragte. Er kritisierte, dass das verbliebene Land in ihrer Kontrolle weiterhin bedroht sei.
Zusammenfassend sagte Anaya: «Es gibt weiterhin keine angemessenen Massnahmen der Aussöhnung, um die Hinterlassenschaften durch die Geschichte der Unterdrückung zu bewältigen.»
Anaya hatte zwölf Tage lang mit Stammesführern in den Bundesstaaten Arizona, Alaska, Oklahoma, Oregon, South Dakota und Washington gesprochen, um die Umsetzung der Uno-Erklärung zu den Rechten von Ureinwohnern zu überprüfen. Die USA hatten die Erklärung im Dezember 2010 unterzeichnet. (bat, afp/reuters)
