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Sonntag, 6.5.2012

Serbien wählt politische Führung

Rund 6,7 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, ein neues Parlament und den nächsten Präsidenten zu wählen. Es zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Liberalen des amtierenden Präsidenten Tadic und den Rechtspopulisten um Nikolic ab.

Mammut-Wahltag: Die Serbinnen und Serben wählen Parlament, Präsident und die Regierungen der Regionen. (Keystone)

Beobachter rechnen damit, dass es um das Präsidentenamt in zwei Wochen zu einer Stichwahl zwischen Herausforderer Tomislav Nikolic und Präsident Boris Tadic kommen wird.

Bei der Parlamentswahl deutete sich im Vorfeld ein Sieg der Serbischen Fortschrittspartei (SNP) von Nikolic an. Doch wird damit gerechnet, dass Tadics Demokratische Partei (DS) wegen der Mehrheitsverhältnisse ihre Koalitionsregierung fortsetzen kann.

Die Popularität der DS hatte vor allem unter der schwierigen wirtschaftlichen Lage des Balkanlandes gelitten. Rund 24 Prozent der Serben sind ohne Arbeit, das Durchschnittseinkommen liegt bei 380 Euro im Monat.

Alle streben EU-Mitgliedschaft an
Ihre Hoffnungen setzen viele Serben in einen Beitritt zur Europäischen Union, der sowohl von der DS als auch der SNP angestrebt wird. Die EU prüft derzeit, ob die Beitrittsverhandlungen im nächsten Jahr beginnen können. Die Auslieferung der mutmasslichen Kriegsverbrecher Radovan Karadzic und Ratko Mladic hat eine grosse Hürde zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen aus dem Weg geräumt.

Ein Streitpunkt bleibt aber die schwierige Beziehung zum benachbarten Kosovo mit seiner serbischen Minderheit im Norden des Landes. Die Nato-Schutztruppe Kfor hatte im Vorfeld der Wahlen 700 zusätzliche Soldaten aus Deutschland und Österreich in der Region stationiert, um Unruhen vorzubeugen. (bat, reuters)

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Freitag, 4.5.2012

Wahlen in Serbien: Wirtschaft statt Nationalismus

Den Serben steht ein Mammut-Wahltag bevor: Parlament und Präsident sollen sie am Sonntag bestimmen, und auch noch die Regierungen der Regionen. Grosses Wahlkampfthema ist die schleppende Wirtschaft. Die Kosovo-Frage bewegt kaum.  Mehr


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