USA verhindern Bombenanschlag auf Flugzeug
Die CIA hat in Zusammenarbeit mit anderen Geheimdiensten einen Bombenanschlag des Terrornetzwerks al-Kaida verhindert. Es sei gelungen, den Anschlag in einer frühen Phase zu vereiteln. Der Sprengsatz sollte von einem Selbstmordattentäter an Bord eines Passagier-Jets gezündet werden, wie die «New York Times» unter Berufung auf Geheimdienstangaben meldete.
Das Komplott sei Mitte April - als es Konturen annahm - entdeckt worden. Der Sprengsatz sei etwa eine Woche vor dem geplanten Einsatz sichergestellt worden. Ein Selbstmordattentäter sollte die Bombe unter seiner Kleidung tragen. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit habe jedoch nicht bestanden.
Der Sprengsatz sei «nicht metallisch» gewesen, hiess es in Medienberichten weiter. Deshalb wäre er auch bei den üblichen Kontrollen an Flughäfen schwer aufzuspüren gewesen.
Obama informiert
US-Präsident Barack Obama sei im April über den Fall unterrichtet worden, teilte die stellvertretende Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates mit. Obama habe die Sicherheitsdienste danach angewiesen, «alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um sich gegen diese Art von Anschlägen zu wappnen».
Diese Art von selbstgebautem Sprengsatz verdeutliche die Notwendigkeit, «wachsam gegenüber dem Terrorismus hier und im Ausland zu bleiben», erklärte sie weiter. Die sichergestellte Bombe ist den Angaben zufolge eine Weiterentwicklung der Unterhosen-Bombe, die im Jahr 2009 in einem Flugzeug über Detroit nicht explodierte.
Die US-Behörden wollen jetzt prüfen, ob sie durch die Sicherheitsschleusen am Flughafen gebracht hätte werden können. Der Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab hatte am 25. Dezember 2009 in seiner Unterhose eine Bombe an Bord eines Fluges geschmuggelt. Die Zündung schlug aber fehl. (fors, dpa/reuters/sda)
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