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Mittwoch, 9.5.2012

Timoschenko beendet Hungerstreik

Die inhaftierte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko hat ihren Hungerstreik beendet. Zuvor wurde sie aus ihrer Gefängniszelle in Charkow in ein örtliches Spital verlegt, wo sie nun von einem deutschen Arzt behandelt wird.

Julia Timoschenko an Prozess 2011 in Kiew. (Archiv Keystone)

Nach der Einlieferung in ein Spital hat die ukrainische Oppositionsführerin Julia Timoschenko ihren Hungerstreik beendet. Das teilte ihr deutscher Arzt, der Neurologe Lutz Harms von der Berliner Charité, im ostukrainischen Charkiw mit.

Timoschenko befindet sich seit dem Vormittag im Eisenbahnerspital der Stadt, um sich wegen starker Rückenschmerzen behandeln zu lassen. Zunächst muss sie sich jedoch von den Strapazen ihres Hungerstreiks erholen, den sie nach eigenen Angaben am 20. April begonnen hatte. Sie wollte damit gegen Misshandlungen protestieren.

Zu früh für Medikamente
Timoschenko werde derzeit mit Wasser und Säften an die Nahrungsaufnahme gewöhnt, sagte Harms. Für Medikamente sei es noch zu früh. Insgesamt wird die Aufbautherapie seinen Angaben zufolge mindestens zwei Monate dauern.

Die 51-Jährige, die derzeit eine siebenjährige Haftstrafe wegen Machtmissbrauchs während ihrer Zeit als Regierungschefin verbüsst, leidet unter mehreren Bandscheibenvorfällen und kann sich deshalb kaum bewegen.

Internationale Kritik
Timoschenko hatte sich lange Zeit dagegen gewehrt, in der Ukraine behandelt zu werden. Sie fürchtete, mutwillig mit einem Virus infiziert zu werden. Letztlich erklärte sich Timoschenko jedoch dazu bereit, sich in Charkiw von Harms behandeln zu lassen.

Wegen des Falles ist das Co-Gastgeberland der Fussball- Europameisterschaft scharfer internationaler Kritik und Boykottdrohungen ausgesetzt. Beobachter werfen dem ukrainischen Staatspräsident Viktor Janukowitsch vor, seine politische Rivalin «kaltstellen» zu wollen. (fors,sda/dpa/reuters)

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Dienstag, 8.5.2012

Ukraine sagt Jalta-Konferenz ab

Die Ukraine hat die in Jalta geplante Konferenz mit europäischen Staatschefs abgesagt. Auf der Halbinsel Krim am Schwarzen Meer wollten sich Vertreter von mittel- und osteuropäischen Staaten zu Gesprächen treffen. Doch viele Politiker hatten aus Protest gegen den Umgang mit Timoschenko abgesagt.  Mehr


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