Begeisterter Empfang für Suu Kyi
Aung San Suu Kyi begrüsst in Thailand begeisterte Landsleute. (Reuters)
Bei ihrer Thailand-Reise besuchte die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi vor offiziellen Gesprächen Wanderarbeiter aus Burma, die vor dem Militärregime geflüchtet waren. Es ist Suu Kyis erste Auslandreise seit 24 Jahren.
Die Friedensnobelpreisträgerin wurde in der Provinz Samut Sakhon, rund 60 Kilometer südwestlich von Bangkok, von ihren Landsleuten stürmisch gefeiert.
1,6 Millionen Burmesen in Thailand
«Ich möchte, dass ihr alle in unsere Heimat zurückkehrt», rief Suu Kyi den Menschen zu. In Thailand arbeiten nach Schätzungen zwei Millionen Wanderarbeiter, 80 Prozent davon aus Burma.
Viele verrichten Schwerstarbeit in der Fischerei-Industrie und auf dem Bau und werden schlecht bezahlt. Sie müssen Agenten oft hohe Prämien für die Arbeitsvermittlung zahlen. Nicht alle sind legal in Thailand.
Suu Kyi steht für Freitag als Rednerin auf dem Programm des Weltwirtschaftsforums in Bangkok. Anschliessend wolle sie Flüchtlingslager im Grenzgebiet besuchen.
Hunderttausende Menschen sind in den vergangenen 30 Jahren vor dem brutalen Militärregime in Burma geflohen. Die heute 66-jährige Suu Kyi verbrachte die meiste Zeit der vergangenen 20 Jahre entweder im Gefängnis oder unter Hausarrest. Seit April ist sie gewähltes Mitglied des burmesischen Parlaments. (webs, sda/dpa)
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